Der Stadtkutter hat angelegt!

Heute muss ich Euch unbedingt mal Off-Topic einen kleinen Hamburg-Tipp geben. Denn der Stadtkutter hat für 3 Wochen in der Grindelallee 117 als Popup-Store angelegt und schon sehr nette Bord-Partys veranstaltet. So wurde dort zum Beispiel after Work bei netter Musik geshoppt, einer Lesung zugehört und Schmuck gebastelt. Morgen (14.08.2014 ab 19:00 Uhr) ist auch schon das nächste Event. Denn es findet ein DIY-Abend mit Yelp statt.

Foto: facebook.com/stadtkutter

Foto: facebook.com/stadtkutter

Open Deck wartet also, wie Ihr an dieser Stelle schon vermuten könnt, eine Fracht, die das DIY-Markt liebende Landratten-Herz begehrt.

StadtkutterDenn Kapitän Jo von der elbbote hat mit ihrer Crew dem Marmeladenmädchen, Harry Hirschs Einkochkunst, Tea Club, Café Glück, Flaschenfieber, Jacky Matus-Design, Kleiderfee, Wolkenfabrik, kila-photography und Masbelleza ganz zauberhafte Leckereien, Schmuck, Deko-Accessoires und Geschenkideen mitgebracht.

Der Stadtkutter hat noch bis Samstag, den 16. August 2014, in der Grindelallee 117 angelegt und täglich von 12 – 19 Uhr geöffnet.
Also ab an Bord und viel Spaß beim Entdecken der kleinen Schätze!

Dieser Beitrag entstand als Support für den Stadtkutter.

“Hamburg schokt” im Kakao-Kontor

“Hamburg schokt” im Kakao-Kontor, einer kleinen Manufaktur, die aus Leidenschaft entstanden ist. Leidenschaft zur Schokolade, die unsere Sinne berührt und ganz ungeniert groß und klein verführt.
Hier musste Aufklärungsarbeit betrieben werden, und so ging es Ende Oktober zum Seminar für anonyme Schokoholics, um mehr über die süße Sünde zu erfahren, die uns so angenehm berauscht. Die Suchtberatung fand direkt in den Räumlichkeiten des Kakao-Kontors statt. Hier erlebten wir einen spannenden Abend mit Rohstoffkunde und natürlich köstlicher Schoki.

Nachdem wir uns alle in der Schokowerkstatt eingefunden hatten und sehr nett durch den Inhaber, André, begrüßt wurden, bekamen wir die Ansage: “Auf den Tischen findet ihr Spucknäpfe und Wasser, denn nicht alles was ich Euch gleich zu probieren gebe, wird Euch gefallen…“. Augenblick, was hatte er gesagt?!? Schokolade, die so fürchterlich schmecken soll, dass wir sie wieder ausspucken würden? Ungläubige Blicke wanderten in der Gruppe herum. Doch als wir uns dann durch die Entwicklung, angefangen bei der noch unbehandelten Kakao-Bohne bis zur vollendeten Schoki, durchprobierten, hatte er tatsächlich Recht behalten. Denn so prächtig schmeckt eine frische geerntete Kakao-Bohne leider wirklich nicht…

Trotzdem fand meine nicht den Weg in einen dieser Näpfe. Denn da musste ich einfach durch. Es war ein Abenteuer für die Sinne. Je, näher wir dem Ziel des vollendeten Schokoladen-Genusses kamen, desto stärker erlebten wir eine Geschmackssteigerung.
Nun hatte ich bereits schon ein Kaffeeseminar  und eine Weinverkostung mitgemacht. Doch dass auch die Schokolade so eine Wissenschaft für sich ist, hatte ich bisher nicht erwartet! Natürlich hatte ich schon einmal von den unterschiedlichsten Kakao-Sorten (CriolloTrinitario, Nacional und Forastero) gehört und auch der Begriff „Herkunftsschokolade“ war mir nicht fremd. Doch das die Herkunft der Bohne so markant über den Geschmack entscheiden kann, war mir gelinde gesagt nie bewusst. Eine dunkle Schokolade mit 75% Kakao-Anteil entpuppte sich als die Überraschung des Tages. Denn die schmeckte sogar mir, Milchschokoladen-Fan, sehr gut! Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet! Denn die dunklen Sorten hatte ich bisher immer über einen Kamm geschert und als „schmeckt mir persönlich nicht“ abgestempelt. Klar, habe ich mir dann auch so eine sensationelle Tafel mit nach Hause genommen, galt es dort noch einen Milchschokoladenliebhaber zu überzeugen! Ja, und um ehrlich zu sein, hatte ich eh noch einen kleinen „Großeinkauf“ geplant, wo dann neben Schokonudeln, Kakao-Balsamicocreme und dem Krümelmonsterglas auch meine neueste Lieblingssorte unter dem hauseigenem Label „Hamburg schokt!“ nicht fehlen durfte. Das war Milchschokolade mit Rosmarin, die sich neben der Sorte „Ebbe und Flut“ mit Fleur de Sel zum Renner des Abends entpuppte und einfach herrlich zum Rotwein schmeckte.
Schokolade und Wein hat sich mittlerweile zum beliebten Geschenk-Klassiker entwickelt. Doch passt wirklich jede Sorte zum schönen roten oder weißen Tropfen? Wir stellten fest, dass sich diese Frage nicht so leicht beantworten lässt, wie erwartet und so machten wir den Test. Am besten schnitten dabei die bereits oben erwähnten Gewürzsorten ab. Ja, und meine persönliche Top-Kombi ist Vollmilch-Rosmarin mit Rotwein. Mir läuft noch immer das Wasser im Munde zusammen, wenn ich nur daran denke. Köstlich!

Im Kakao-Kontor gibt es wirklich alles was das Herz begehrt! Chili-Schokoladen unterschiedlicher Schärfegrade bis 414.000 Scoville in den Geschmacksrichtungen Vollmilch und Zartbitter gibt es hier, vor deren Kauf man sich mittels Probierhäppchen der persönlichen Schmerzensgrenze nähern kann. Zusätzlich zum hauseigenen Angebot gibt es eine Auswahl von ausgesuchten internationalen Chocolatiers

Der Schokoladenvielfalt sind keine Grenzen gesetzt…
Der Laden ist ein regelrechtes Schlaraffenland und bietet die Möglichkeit, sich durch viele interessante Angebote zuprobieren.

Schön war es beim Schokoseminar im Kakao-Kontor! Das Erlebnis für die Sinne kann ich absolut weiterempfehlen! Denn es ist wirklich erstaunlich, was man hier so alles erfahren und erschmecken kann!

Sweets for my sweet…

Samstag ging es zum leckeren Bonsche kaufen. Dafür fuhr ich extra in die Friedensallee. Hier gibt es fruchtige, würzige und lakritzige Sorten, die Klein und Groß erfreuen. Es ist also für jeden etwas dabei. Yummi! Einen kann man, wie in der berühmten Werbung, immer sofort probieren. Ja, das macht Kinder froh und Erwachsene ebenso!

Nachdem ich mir zwei Gläschen mit den köstlichsten Lutschern zusammengestellt hatte (eins zum Verschenken und eins zum Eigenverzehr), musste ich mir noch unbedingt die Schauproduktion ansehen, die um 14:30 Uhr begann.

Niedlich, die kleinen Kunden sind beinahe dahin geschmolzen, als sie ihre Nasen an der Scheibe platt drückten, um den Jungs beim Bonsche machen zu zuschauen.

1 ½ Stunden dauert die Herstellung einer Sorte und dieses Mal erfolgte die Demonstration Anhand von leckeren Himbeer-Lutschern mit Anker-Motiv.
Ich hatte mich schon immer gefragt, wie die kunstvollen Ornamente in den Bonsche kommen. Nun konnte ich mir endlich ein Bild davon machen. Der Anker wurde aus einer weißen und schwarzen Zuckermasse zusammengesetzt, bis anschließend der Himbeer-Mantel herum kam. Zum Schluss wurde alles gerollt, bis ganz dünne Stangen entstanden, von denen die herrlichen Lutscher abgehackt wurden.

     

“Davon scheint man bestimmt Muckis zu bekommen!“, hörte ich von so mancher Dame aus dem Publikum erklingen. Ja, hier wird man sicherlich die eine oder andere Kalorie verbrennen, dachte ich mir. Da bekommt man doch glatt Lust mitzumachen!

Besonders lecker empfand ich die warmen und extrem frischen Bonbons, die beim Zuschauen abfielen! Der Rest, also die sonst nicht mehr verwendbare Masse, bekam ein Holzstäbchen reingesteckt, um so noch als verführerischer Lolli den einen oder anderen Gaumen erfreuen zu können. Mmhm!

Auch wenn der Bonscheladen über einen Onlineshop verfügt, was ja für den Kunden von außerhalb sehr praktisch sein mag, kann ich jeder Naschkatze empfehlen selbst mal vorbeizuschauen. Denn für mich gehört das Geschäft zu den Top-Adressen, wo ich auf jeden Fall meinen Hamburg-Besuch hinführen würde!

Der Kaffee ist fertig!

Der Kaffee ist fertig! Klingt das nicht unglaublich verführerisch, wenn der köstliche Duft einen bereits bei diesen Worten umweht? Doch was steckt eigentlich hinter diesem exotischen Gold?
Die Antwort fanden wir im Seminar der Kaffeemanufaktur Becking. – Ein wahrhaft sinnliches Erlebnis!
Wir tauchten ein in die Welt des Kaffees und erfuhren das eine oder andere Geheimnis rund um die berühmte Bohne. Wir lauschten einer köstlichen Sage zur Kaffee-Entdeckung in Äthiopien, erfuhren wie dieser seinen Einzug in die Adelshäuser sowie der reichen Europäer fand, lange bevor sich die normale Bevölkerung diesen Genuss gönnen konnte. Kaffee gibt es heute an jeder Ecke und der Erfolg der Coffee-Shops ließ ihn zum absoluten Trend-Getränk avancieren.

Im Seminar erfuhren wir den Unterschied zwischen industrieller und (bei Becking gehandhabter) traditioneller Verarbeitung. Hier wird 20 Minuten lang bei einer maximal Temperatur von 215°C, anstatt der sonst in Konzernen üblichen 90 – 120 Sec. bei 450 – 600°C, geröstet. Nur so verabschiedet sich die Gerbsäure aus dem Kaffee und ein angenehmes Aroma tritt ein. Anhand der „Emma 15“, wie die 15 kg fassende rote Röstmaschine in der „gläsernen Manufaktur“ liebevoll genannt wird, konnten wir die Entstehung eines milden Kaffees verfolgen.

Unterschiedliche Proben, die während der Röstung gezogen worden, ließen uns unterschiedliche Entwicklungsstufen des 100% reinen Arabicas (welcher ausschließlich für Becking-Endkunden verwendet wird) zum genussreichen Magen schonenden Kaffee nachvollziehen.

Abschließend stand natürlich eine Verköstigung an, in der man schlussendlich den direkten vergleich zum industriellen Kaffee spüren konnte…

Erst am Folgetag der Röstung wird der Kaffee Aroma schonend in der Ventil-Tüte verpackt und per Post wie zu Großmutters Zeiten (wo das „Becking-Päckchen“ noch in aller Munde war) zu den Kunden nach Hause oder ins Büro versandt. Die Haltbarkeit beträgt im geschlossenen Zustand 18 Monate. Angebrochene Verpackungen sollten lieber luftdicht im Kühlschrank für maximal 4 Wochen gelagert werden. Mit Omis Kaffeemühle im Einsatz und klassisch von Hand aufgebrüht erhält man den absoluten Kaffeegenuss. Ein Muss, wenn man die Bohne in ihrer gesamten Ursprünglichkeit verzehren will!

Bei Lars Herden scheint Kaffee durch die Adern zu fließen. Denn seine Leidenschaft zur dunklen Bohne springt wie ein Funke auf uns über. Seit mittlerweile 7 Jahren gibt es in der Leverkusenstraße 54, einem alten wieder aufgebauten und restaurierten Backstein-Fabrikgebäude, Kaffee-Seminare (10 Euro Teilnahmegebühr) der Firma Becking. Geplante Seminar-Termine können auf der Homepage eingesehen werden. Ab einer Teilnehmeranzahl von 12 Personen kann ein eigener privater Termin realisiert werden.
Service wird bei Becking groß geschrieben, denn mit einer Abnahmemenge von 10 kgkann man seinen eigenen „Privatkaffee“ kreieren und rösten lassen.

Kaum zu glauben, aber wahr: Das Preis-Leistungsverhältnis für den handwerklich hergestellten Becking-Kaffee ist unschlagbar!
Der Kostenunterschied zum industriell gefertigten Durchschnittskaffee, im direkten Vergleich, liegt nur bei 0,03 – 0,05 Euro pro Tasse. Allerdings treiben leider einige Spekulanten den Endverbraucher-Preise des schwarzen Goldes immer höher. Heutzutage liegen 50 kg feinste ungeröstete Arabica Bohnen bei sage und schreibe 275 Euro. Kurz zum Vergleich: Vor einem Jahr war das für dieselbe Menge noch fast einen Hunni günstiger….

Mir hat das Seminar sehr viel Spaß gemacht! Ich kann wirklich nicht mehr behaupten, dass Kaffee mich nicht mehr die Bohne interessiert. Denn diese hat wirklich spannende Geschichten zu erzählen! Und, in dem Laden werde ich künftig auch mal zum Geschenke kaufen vorbeischauen, wenn es mich nach Bahrenfeld verschlagen sollte. Einfach super!
Das kleine integrierte Café bietet ein super Ambiente und die Atmosphäre wird neben den kaffeebegeisterten Mitarbeitern perfekt durch den Charme des alten Backsteingebäudes unterstrichen.