Pop, Pop, Popcorn

Heute habe ich es nach langer Zeit endlich wieder geschafft etwas für meinen Blog zu machen und es fühlt sich so gut an! 🙂

Aus beruflichen Gründen, wo ich übrigens auch als leidenschaftlicher Foodie unterwegs bin, war es hier wieder extrem ruhig. Dabei hat es mir schon so lange in den Fingern gekribbelt. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich zu gerne häufiger als Schlemmerliese in der Küche stehen und herum experimentieren, doch das ist aktuell nicht wirklich möglich.
In solchen Fällen kommen mir gewisse „Deadlines“ sehr gelegen, wie zum Beispiel zum von mir heißgeliebten Food Swap, der diesen Abend erneut von Swantje und Yelda im hamburger Salon Wechsel Dich veranstaltet wurde.

Hamburger Food Swap im Salon Wechsel Dich

Einfach und schnell musste es für mich sein und so stand nach einem kurzen Blick in meinem Vorratsschrank fest, dass ich zweierlei Popcorn (mit Garam Marsala & Meersalz sowie mit Matcha, Goji-Beeren und Vanille) zubereiten werde. Die Zutaten hatte ich alle zu Hause und konnte sofort loslegen.

Popcorn mit Garam Marsala & Meersalz
Salziges Popcorn mit Garam Marsala
Zutaten:
4 EL Sonnenblumenöl
50 g Popcorn-Mais
1 tsp. (5 ml) Garam Marsala
1 TL Meersalz

Zubereitung:
4 EL Sonnenblumenöl in einem Topf erhitzen, 50 g Popcorn-Maiskörner dazu geben, Deckel schließen und bei mittlerer Hitze aufpoppen lassen. Sobald alles aufgegangen ist, das Popcorn in eine große Dose geben, 1 tsp. Garam Marsala und 1 TL  Meersalz hinzufügen. Die Dose mit einem Deckel schließen und die Zutaten kräftig durchschütteln, bis sich alles gleichmäßig miteinander vermischt hat.

Super Freestyle Popcorn-Mix mit Matcha & Goji-Beeren
Super Freestyle Popcorn-Mix mit Matcha & Goji-Beeren
Zutaten:
4 EL Sonnenblumenöl
50 g Popcorn-Mais
1 tsp. (5 ml) Matcha
1 TL Puderzucker
3 EL Goji-Beeren
1/2 Vanille-Schote

Zubereitung:
4 EL Sonnenblumenöl im Topf erhitzen, 50 g Popcorn-Mais hinzufügen, Deckel drauf legen und den Mais bei mittlerer Hitze aufpoppen lassen. Das fertige Popcorn vom Herd nehmen, in eine große Dose umschütten, 1 tsp. Matcha, 1 TL Puderzucker, das Mark einer halben Vanille-Schote und 3 EL Goji-Beeren hinzugeben, Deckel schließen und alles zusammen ordentlich durchschütteln, bis es sich gut miteinander vermischt hat.

Das Popcorn hält sich ein paar Tage, ist also nicht nur ein idealer Snack zum Direktverzehr beim Puschenkino, sondern eignet sich auch wunderbar als Mitbringsel für Freunde oder als Beilage zu herzhaften Gerichten und Desserts.

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Der Stadtkutter hat angelegt!

Heute muss ich Euch unbedingt mal Off-Topic einen kleinen Hamburg-Tipp geben. Denn der Stadtkutter hat für 3 Wochen in der Grindelallee 117 als Popup-Store angelegt und schon sehr nette Bord-Partys veranstaltet. So wurde dort zum Beispiel after Work bei netter Musik geshoppt, einer Lesung zugehört und Schmuck gebastelt. Morgen (14.08.2014 ab 19:00 Uhr) ist auch schon das nächste Event. Denn es findet ein DIY-Abend mit Yelp statt.

Foto: facebook.com/stadtkutter

Foto: facebook.com/stadtkutter

Open Deck wartet also, wie Ihr an dieser Stelle schon vermuten könnt, eine Fracht, die das DIY-Markt liebende Landratten-Herz begehrt.

StadtkutterDenn Kapitän Jo von der elbbote hat mit ihrer Crew dem Marmeladenmädchen, Harry Hirschs Einkochkunst, Tea Club, Café Glück, Flaschenfieber, Jacky Matus-Design, Kleiderfee, Wolkenfabrik, kila-photography und Masbelleza ganz zauberhafte Leckereien, Schmuck, Deko-Accessoires und Geschenkideen mitgebracht.

Der Stadtkutter hat noch bis Samstag, den 16. August 2014, in der Grindelallee 117 angelegt und täglich von 12 – 19 Uhr geöffnet.
Also ab an Bord und viel Spaß beim Entdecken der kleinen Schätze!

Dieser Beitrag entstand als Support für den Stadtkutter.

Grillcamp 2013: Ran an die Kohle!

Im vergangenem Jahr lief mir der erste Tweet zum Grillcamp über den Weg. Seitdem war klar: Da muss ich hin im nächsten Jahr! – Gesagt, getan.

Barcamps habe ich schon viele besucht. Aber dieses war auch endlich mal was für richtige Foodies! 🙂
Nicht nur die Männer versammelten sich ums Grillfeuer. Ich befand mich in bester Gesellschaft von noch vielen anderen BBQ begeisterten Frauen.
Wie üblich gab es auch hier eine Session-Planung. Hierzu  wurden aber erst einmal fleißig eigens mitgebrachte und zur Verfügung gestellte Rezeptbücher gewälzt, die reichlich Inspiration boten. So sehr, dass wir gleich automatisch für die gesamten zwei Tage Vorschläge an die Wand pinnten. Dabei war nicht nur Fleisch unser Gemüse. Denn ein paar (wenige) vegetarische Beilagen waren auch mit im Spiel.
Was auf diesem Camp nicht fehlen durfte? – Ein richtiges Grillwurst-Tasting. Dafür brachten einige Teilnehmer ihre Lieblingswürste mit, die an beiden Tagen zur besten Frühstückszeit verkostet und benotet wurden.

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Am meisten hat mir aber das Improvisieren und Rezepte abwandeln mit all den gebotenen Zutaten gefallen. Wann bekommt man schon die Gelegenheit mit so vielen leckere Lebensmittel zu jonglieren? Das muss man schon richtig ausnutzen! So sah man überall in und auf dem Hof der Starküche begeisterte Teilnehmer an ihrem Grill-Projekt werkeln und voneinander lernen. Hingebungsvoll wurde Fleisch mariniert, Gemüse geschnippelt und so mancher Fisch liebevoll geduscht, ehe er sein schmackhaftes Show down erlebte. Auch ein paar kopflose Hähnchen waren mit von der Partie, die sich in der Sonne bräunten und dabei zu wahren #Foodporn Stars avancierten.

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Grillsoßen wurden frei Schnauze aus der Hüfte geschwungen und dabei unter anderem mit Frühlingsbutter eines Sponsors verfeinert. Die daraus entstandene Balsamico-Zwiebel-Reduktion fand ich sehr gelungen.

Bei vielen, nicht selbst geplanten, Sessions galt es schnell zu sein, um am Ende nicht nur als Zaungast zu enden. Denn die Teilnehmerzahl war aufgrund der einzelnen Rezepte natürlich sehr beschränkt.
Die erste Session, wo ich mir noch rechtzeitig einen Mithelfer-Platz ergattern konnte, drehte sich rund um das Thema „Alles mit Bacon!“. Dafür pulten wir Garnelen, schälten Bananen, grünen und weißen Spargel, putzten Champignons und Erdbeeren, die später auf einem Spiegel aus zuvor gekochter Balsamico-Zwiebel-Reduktion mit Orangenschokolade angerichtet wurden.
Bacon-TellerYummi! Ich liebe es mich so richtig kreativ auszutoben! Vor allem, wenn es so viele herrliche Zutaten zu kombinieren gibt! 🙂
Im nächsten Team wurde Hüftgold produziert. Wir fabrizierten süße Schaschliks aus Marshmallows und Erdbeeren (Rezept aus „Mein Grillbuch“ von Johann Lafer). Garniert mit Schoko-Orangensoße und Puderzucker sahen sie nicht nur göttlich aus, sie schmeckten auch so! Ich muss zugeben, dass ich solche Rezepte von Lafer nicht erwartet hatte und somit positiv überrascht wurde.
MarshmallowsDanach ging es in eine großartige Keynote von Claas Habben („Steakfreunde“ und „Beisser“) zum Thema „Dry Aged Steak“. Wir waren regelrecht hungrig nach all seinen Profi-Tipps, denen dann eine praktische Umsetzungsphase folgte.

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Die Verkostung des vom Team selbst gegrillten saftigen „Dry Aged Steaks“ war ein absolutes Highlight,  dem dann noch eine oberköstlich gegrillte Hüfte folgte.
36_GrillcampDer  zweite Tag begann mit einem ausgiebigen Burger-Frühstück. Ich entschied mich für die Gorgonzola-Version. Es war „Breakfast at it´s best!“ und bot genug Grundlage für den Tag. Ich hatte mit meinem „Frühstücks-Brötchen“ echt zu kämpfen und war für den Rest des Tages papp satt.
62_GrillcampDas hielt mich aber dennoch nicht ab, endlich meine eigene Session anzuzetteln. Denn ich wollte unbedingt das „Wursten“ ausprobieren. Hierzu hatte ich extra ein Boerwors-Rezept (typische Bauernbratwurst Südafrikas) aus meiner heimischen Kochbuchsammlung mitgebracht.
Ich konnte zwei großartige Assistenten gewinnen, die mich in die große Kunst des Wurstens einführten: Claas, ein waschechter Metzgermeister, und Thomas, einen exzellenten Hobbykoch. Gemeinsam frönten wir dem Wurst-Wahn und kreierten eine ganz eigene Würzmischung. Wir hatten die Kitchen-Aid auf Hochtouren gebracht und ruck zuck einen köstlichen Wurst-Teig gezaubert, der abschließend in den vorbereiteten Darm gepresst wurde. Unser Ergebnis konnte sich sehen lassen: 18 Boereworse und 2 kleine Proto-Boeres hatten wir produziert. Und, ganz nebenbei habe ich ein neues Hobby entdeckt…

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Boerewors
Zutaten (4 Portionen):
500g Rindfleisch
je 250g Lamm- und Schweinefleisch

200g Speck
1 kleine (ganze) Knoblauchknolle
2 EL Worcestersauce
3 EL Essig

1 Tl Koriandersamen
1/2 Tl Cayennepfeffer
je 1 El gehackter Thymian und Basilikum
2 ordentliche El Orangeningwer-Marmelade
1 El brauner Zucker
1 Schuss Rum
1 Tl Pfeffer
1 El Salz

Wursthülle

Zubereitung:
Die Wursthülle in kräftig gesalzenem Wasser ziehen lassen. Dabei sollten zwei ordentliche Handvoll Salz ins Wasser gestreut werden. Das Rindfleisch mit dem Lamm- und Schweinefleisch sowie Speck durch den Fleischwolf drehen. Den Knoblauch schälen, klein hacken und mit den restlichen Zutaten dazugeben. Alles gut vermischen und kräftig abschmecken. Die Masse in eine dünne Wursthülle füllen und fest zu Würsten drehen.

Die Würste 8 – 10 Minuten auf dem Holzkohlegrill grillen.

Eine Teilnehmerin hatten wir am Ende unserer Session so sehr angefixt, dass sie sich nun endlich auch in den Wurst-Wahn stürzen wollte. Es folgte eine kleine Mädels-Session. Dabei machten wir uns ans Reste verwerten, denn das Grillcamp neigte sich langsam dem Ende zu, und so manche Zutat wollte noch verarbeitet werden. So ging es für eine kleine Regenbogen-Forelle um die Wurst. Gemeinsam mit Lachs haben wir sie zu Hackfleisch gemacht und dabei jede Menge Spaß gehabt. – Okay, klingt jetzt ein wenig sadistisch… Aber wir befanden uns im Wurst-Wahn und der war höchst ansteckend.

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Volker von „volkermampft
“, der im übrigen das Grillcamp organisiert hat, hatte die großartige Idee, der Grillkohle etwas Buche zuzusetzen, um ein zusätzliches Rauch-Aroma zu schaffen, die der Wurst noch den letzten Pfiff verlieh. Allerdings hatte der Lachs der Wurst leider eine sehr mehlige Konsistenz verliehen, was aber auch ein wenig zu erwarten war. Daher gibt es an dieser Stelle lieber doch kein Rezept.

58_GrillcampSatt und glücklich ging ich mit allerlei Grillcamp-Eindrücken im Gepäck nach Hause. Danke an die Orga des Grillcamps 2013 für die zwei unvergesslichen Grilltage. Ich komme wieder! 🙂

Die kulinarische Reise nach Brasilien mit „Hamburg kocht!“

Letzen Samstag habe ich das erste Mal beim vierteljährlichen Kochtreffen, organisiert durch „Hamburg kocht!„, teilgenommen.
Es war ein wunderbarer 10-stündiger Koch-Marathon, wo uns Matheus das traditionelle Sonntagsessen seiner Heimat Brasilien näher brachte. Das aktuelle Wetter schien seiner Aussage nach perfekt zu passen. Denn auch in Brasilien soll es, kaum zu glauben, aber wahr, jeden Tag für ca. 1 Stunde heftig regnen. In dieser Zeit, wenn die Kinder nicht raus zum Spielen können, versüßen sich die Brasilianer den Tag mit zum Beispiel Karamellcréme, die eigentlich (so erfuhr ich von meiner brasilianischen Freundin später) zu extrem salzigen Käse gegessen wird. Anstatt des salzigen Käses gab es bei uns süße und salzige Pão de quejo, kleine leckere Käsebrötchen, die künftig auf keinem Party-Buffet fehlen dürfen. Denn die sind wirklich schnell und einfach zuzubereiten und schmecken sowohl warm als auch kalt.

Pão de queijo (Käsebrötchen)
Zutaten:

500 g gesäuertes oder gesüßtes Maniokmehl (Polvilho azedo oder Polvilho doce)
250 ml Wasser
250 ml Milch
150 ml Olivenöl
2 Eier
100 g geriebenen Käse (Queijo Minas, alternativ Mix aus Gouda und Pecorino)
Salz
Zubereitung:
Wasser, Milch und Öl zum Kochen bringen und vom Herd nehmen. Das Maniokmehl unterrühren bis ein fester Teig entsteht. Den Teig kneten, Eier und Käse unterheben, kleine Bällchen formen und auf ein Backblech legen. Bei 180°C (Umluft) ca. 20 Minuten goldbraun backen.

Gemeinsam mit Gojabada cascão (Guavengelee) und ein wenig Butter schufen diese Kleinigkeiten eine wunderbare Grundlage für unsere Caipis.

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Denn wir brauchten keine Angst haben auf dem Trockenen zu bleiben. Limetten für das brasilianische Nationalgetränk gab es in Hülle und Fülle, die zusammen mit weißem Rohrzucker und Velho Barreiro als Cachaça in unseren Gläsern Samba tanzten.
Diese willkommene Erfrischung wurde nach brasilianischem Originalrezept zubereitet und ist mit der in unseren deutschen Bars bekannten Variante nicht zu vergleichen. Aber vielleicht lag das ja nicht nur an den Zutaten, sondern auch ein wenig an unserer shakenden Fraktion. Denn wie Matheus scherzte, „dürfen in Brasilien nur die Männer und Omis Caipis zubereiten“. Aber wir merkten schnell, dass auch die Ungarn diesen in Vertretung großartig hinbekommen, wenn die brasilianischen Gauchos das Essen zubereiten müssen. 😉

Am Abend konnten wir endlich unser Tagwerk genießen, welches stundenlang vor sich hin köchelte. Denn Gut Ding will Weile haben. So auch unsere Feijoada mit Couve com bacon, Laranja fatias grossas, Mandioquinha frita, Farofa de Banana, Arroz und Molho de Pimenta.

Feijoada
Zutaten (12 Portionen):

1 kg Schwarze Bohnen
500 g Carne seca
1 kg geräucherten Bauchspeck
2 Schweineohren
1 Schweineschwanz
1 Schweinefuß
600 g geräucherte Schweinerippchen
600 g Mettenden
6 Knoblauchzehen
4 Zwiebeln
Salz
Pfeffer
Kreuzkümmel
6 Lorbeerblätter
Öl
Zubereitung:
Schwarze Bohnen am Vortag verlesen, waschen und über Nacht in viel Wasser einweichen. Parallel das Carne seca einweichen, dabei aber das Wasser mehrfach wechseln. Bauchspeck, 6 Knoblauchzehen und 4 Zwiebeln würfeln. 200g Speck für die Beilagen beiseite stellen. Carne seca, Rippchen und Mettenden in Stücke teilen. Schweineohren, -schwanz und –fuß für ca. 20 Minuten in Wasser kochen. Währenddessen Zwiebeln, Knoblauch und Speck in Öl andünsten. Anschließend portionsweise das Fleisch (ohne die Mettenden) hinzugeben und von allen Seiten anschmoren. Die Bohnen samt Sud zum Fleisch geben und alles 1 ½ – 2 Stunden köcheln lassen, regelmäßig umrühren, mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Lorbeer abschmecken und das aufsteigende Fett abschöpfen. Gelegentlich sollte man prüfen, ob noch etwas Wasser dazu gegeben werden muss. Ist die Garzeit zu Ende und der Eintopf zu suppig, sollte man ihn etwas abschöpfen, pürieren und wieder in den Topf geben.

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Dazu gab es viele leckere Beilagen, die in der Zwischenzeit zubereitet wurden.

Mandioquinha frita
Zutaten (12 Portionen):

4 – 5 Maniokwurzeln (je nach Größe)
Öl
Zubereitung:
Maionkwurzeln schälen, in fingergroße Stifte schneiden, ca. 20 Minuten kochen, abkühlen lassen und den holzigen Kern entfernen, anschließend in heißem Öl frittieren, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und bis zum Servieren warm stellen.

Molho de Pimenta
Zutaten (12 Portionen):

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Öl
3 Tomaten
Cachaça
3 getrocknete Chilischoten (Piri Piri)
Salz
Pfeffer
Zubereitung:
1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen fein würfeln und in ein wenig Öl glasig dünsten. Gewürfelte Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch in eine Schüssel geben, Chilischoten dazu bröseln sowie einen Schuss Cachaça hinzufügen. Alles gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Farofa de Banana
Zutaten (12 Portionen):

100 g Speck
Butter
1 kg Maniokmehl
5 Bananen
1 Bund Glatte Petersilie
Zubereitung:
100 g Speck klein würfeln und mit etwas Butter in einer Pfanne anbraten. Maniokmehl zugeben und rösten. Bananen in Stücke schneiden, unterheben und warm ziehen lassen. Petersilie fein hacken und vor dem Servieren unterheben.

Couve com bacon
Zutaten (12 Portionen):

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
100 g Speckwürfel
Öl
750 g Couve (brasilianischer bzw. portugiesischer Grünkohl)
Zubereitung:
1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen fein würfeln, mit 100 g Speckwürfeln in Öl anbraten. Grünkohlblätter sowie zarte Stielbestandteile in feine Streifen schneiden und kurz in der Zwiebel-Speck-Mischung (nicht zu lange) andünsten, damit die dunkelgrüne Farbe des Kohls erhalten bleibt.

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Laranja fatias grossas
5 Orangen filetieren und beiseite stellen.

Arroz
500 g Reis kochen.

Zum Servieren die Fleischstücke aus dem Eintopf nehmen und auf eine Platte geben. Die Beilagen in Schüsseln und auf Platten anrichten.

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Das schöne bunte Sonntagsessen war ursprünglich, wie so oft, ein „arme Leute“ (Sklaven) Mahl. Heute ist es eine traditionelle Spezialität auf die die Brasilianer stolz sind, da kein anderes Gericht so sehr an die Entwicklung des Landes erinnert, wie dieses.
Um die Geschichte rund um die Feijoada zu vergegenwärtigen, hatte Matheus ein paar Kärtchen vorbereitet, die wir uns reihum vorlasen. Dabei erfuhren wir auf interessanter Art und Weise, wie das Gericht einer Sage nach mit der Entstehung einer weiteren Tradition, dem Capoira, verbunden ist.
Verhungern sollten wir an dem Abend nicht, denn wir hatten Essen im Überfluss, welches wir am Ende aufteilten und mit nach Hause nahmen. Denn dem Hauptgericht folgte noch eine kleine leckere Dessertauswahl. So gab es Mousse de Maracujá, Manjar de Côco und Avocadocreme.

Mousse de Maracujá
Zutaten (6 bis 8 Portionen):

400 ml „Milchmädchen“ (gezuckerte Kondensmilch)
400 ml Sahne
400 ml Suco de Maracujá
evtl. Zucker
5 Maracuja
Zubereitung:
Kondensmilch, Sahne und Suco de Maracujá in eine Schüssel geben, mit einem Mixer aufschlagen, abschmecken und evtl. etwas süßen.
Die Mousse in Gläser füllen, ein paar Stunden kalt stellen und vor dem Servieren mit Fruchtfleisch aus der Maracuja garnieren.

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Manjar de Côco
Zutaten (8 bis 10 Portionen):

1 l Milch
400 ml Kokosmilch
100 g Kokosflocken
6 – 8 EL Maisstärke
6 – 8 EL Zucker
Zubereitung:
Maisstärke in etwas Milch verrühren, bis sich alle Klümpchen aufgelöst haben. Die restlichen Zutaten im Topf aufkochen lassen, vom Herd nehmen und die Maisstärke einrühren. 1 Minute rühren, bis eine Bindung entsteht. Die Masse in die Puddingform(en) füllen und mindestens zwei Stunden kaltstellen. Abschließend die Förmchen stürzen und mit Pflaumenkompott oder anderem Obstkompott servieren. 

Avocadocreme
Zutaten (8 bis 10 Portionen):

3 Avocado
400 ml „Milchmädchen“ (gezuckerte Kondensmilch)
1 Limette (Schale und Saft davon)
Zubereitung:
Fruchtfleisch pürieren, in eine Schüssel geben, mit Kondensmilch aufschlagen, mit Limette abschmecken und bis zum Servieren kaltstellen.

Danke an Matheus für die leckeren Rezepte, Sabine für die Organisation und Heidi, die ihre großartige Wohnung zur Verfügung gestellt und uns mit ihrem farbenfroh gedeckten Esszimmertisch die Sonne Brasiliens ins verregnete Hamburg gezaubert hat.

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Ayurveda-After-Work-Cooking

Mit 6 Personen waren wir beim Ayurveda-After-Work-Cooking in der Koch- und Ernährungsschule Cuisine Vitale.
Die Bezeichnung „Ayurveda“ stammt aus dem altindischen und setzt sich aus den Worten Ayus (Leben) und Veda (Wissenschaft) zusammen. Eine Wissenschaft, mit dem Ziel „die Gesundheit zu erhalten und Krankheiten zu heilen“. Gerade in den letzten Jahren hat Ayurveda auch in unseren Breitengraden stark an Bedeutung gewonnen. So veranstaltet die Ernährungsberaterin, Martina Kobs-Metzger, bereits seit den 90er Jahren entsprechende Kochkurse und Tagesseminare, wo sie ihr Wissen gerne an Hobby- und Profiköche weitergibt. Darüber hinaus ist sie als Mietköchin tätig und bietet ein vitales Catering an. Kurz: Bei ihr gibt es fast alles, was das ayurvedisch interessierte Herz begehrt!

Auf Nachfrage ihrer Kochschüler begann Martina eine beeindruckende Sammlung an Rezepten zusammen zutragen, die aufzeigen wie einfach und schnell man mit Hilfe von regionalen Produkten ayurvedisch kochen kann. Diese sind beim Pala-Verlag unter dem Titel „Ayurvedaküche – leicht und schnell“ erschienen. Als weiteres Kochbuch folgte beim Bohmeier Verlag „Die Fünf-Elemente-Küche Indiens: Überlieferte Weisheit des Ayurveda – Gesund und vital für mehr Lebensqualität“.

Die klassische Ayurveda-Küche wird meistens mit rein vegetarischer oder veganer Kost gleichgesetzt. Doch das ist ein Irrtum, wie uns Martina erklärte. Denn eine weitere ayurvedische Strömung stammt aus Sri Lanka und da stehen sogar Geflügel und Fisch auf dem Speiseplan.
Wir widmeten uns aber der indischen und somit vegetarischen Küche zu. Dabei zauberten wir sieben leichte, schnelle und leckere Gerichte, die sich ideal miteinander kombinieren ließen. So schnippelten und hackten wir erst einmal ordentlich Gemüse und pressten ein paar Limetten aus.

Dann bekam jeder von uns die Gelegenheit den Kochlöffel zu schwingen und seine eigene Speise zuzubereiten.

Am Ende standen Basmatireis mit Pippali (langem Pfeffer), Dal (so lecker, wie man ihn vom Inder kennt), feurige Paprikasoße mit Kokosraspeln, köstliches Möhrengemüse im Sesam-Mantel mit Ingwer, herrlicher Spitzkohl, knackiger Salat mit Kräutersoße und süße Mandelgrieß-Halva auf dem Tisch.

Dazu wurde uns ein wunderbares Ghee (Butterschmalz) serviert, das verführerisch nach flüssigem Plätzchenteig roch und schon beim bloßen hineinschnuppern das Wasser im Munde einer jeden Naschkatze zusammenlaufen ließ. Da der Herstellungsprozess von Ghee leider ein wenig langwierig ist, haben wir es nicht im Kurs zubereitet. Dennoch hat uns Martina, zur großen Freude der meisten Teilnehmer, ihr Rezept mitgegeben,  das zusammen mit den am Abend zubereiteten Speisen Platz auf einem Handout fand. – Großartig!
Vieles werde ich nun sicherlich zu Hause nachkochen, wie zum Beispiel den Dal, das Möhrengemüse im Sesam-Mantel mit Ingwer und die feurige Paprikasoße mit Kokosraspeln. Denn die haben es mir besonders angetan. Auch am Ghee muss ich mich unbedingt versuchen! Denn das ist wirklich lecker, lässt sich gut auf Vorrat zubereiten und scheint ein kleines „Universalmittel“ mit enormer Haltbarkeit zu sein. Eine spannende Alternative zum herkömmlichen Bratfett.

Unsere gemeinsame Kochsession endete in gemütlicher Runde an Martinas Küchentisch, wo wir bei interessanten Gesprächen unsere gebrutzelten Werke verzehrten.

Die Koch- und Ernährungsschule Cuisine Vitale befindet sich in der Wohnung der Ayurveda-Expertin, Martina Kobs-Metzger. Hier bietet unsere Gastgeberin ihre Ernährungsberatung und Kochseminare, in angenehm persönlicher Atmosphäre, an. Mir hat das Ayurveda-After-Work-Cooking sehr gut gefallen und so werde ich mit Sicherheit wieder kommen!

Besuch bei Hamburgs letztem Zigarrenmacher

Als Kind liebte ich den bitter-süßen Duft von Papis Zigarren. Auf Studienreise und Partys habe ich dann auch mal gerne eine gepafft.  – Hmh, das hört sich nun so an, als wenn ich ständig vor mir her qualme… Nein, wirklich nicht! Denn insgesamt sollten es gerade einmal drei Zigarren gewesen sein, an denen ich genuckelt habe. Doch selbst das scheint mir noch zu hoch gegriffen. Bei den meisten durfte ich nur kurz dran ziehen, wenn die in der Gruppe wie ein Joint rumgereicht wurden. Aber, Frauen und Zigarren? Warum denn nicht? Da befinde ich mich doch in bester Gesellschaft von unter anderem der Schriftstellerin George Sand, die als eine der wenigen Frauen ihres Jahrhunderts in aller Öffentlichkeit Zigarren rauchte und dieses als einen Akt der Emanzipation empfand. Greta Garbo, Julie Andrews, Bette Midler, Demi Moore, Sharon Stone und Madonna sind als weitere Beispiele zu nennen.
Im Grunde genommen, bin ich eigentlich bekennende Nichtraucherin. Trotzdem üben Zigarren auf mich eine gewisse Faszination aus. Umso neugieriger wurde ich, als ich auf ein Minikärtchen des Traditionsgeschäfts Otto Hatje in Altona stieß, welches auf die dort gebotene Schauproduktion aufmerksam machte. Ein Blick auf die Homepage sagte mir: „Da muss ich hin!“

Otto Hatje gibt es bereits seit 1922 und ist bis heute in denselben Räumlichkeiten geblieben, die am Rande der ehemaligen „Mottenburg“, dem heutigen Ottensen, liegen. Der Name „Mottenburg“ reicht in die Zeit zurück, als Zigarrenmacher wie Otto Hatje das Bild des Stadtteils prägten. Nun gibt es nur noch ihn, den letzten Zigarrenmacher Hamburgs. Hier kann der Zigarrenliebhaber kaufen, was sein Herz begehrt. Mit 70% Luftfeuchtigkeit und ca. 20° C Raumtemperatur ist das ganze Geschäft ein einziger Humidor. Die Auswahl ist enorm und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Edle kubanische und brasilianische Zigarren gibt es hier genauso wie die unter anderem im Laden handgefertigten Eigenmarken, die man unbedingt probieren sollte.

   

Bis zu den 50er Jahren gab es in Deutschland den Ausbildungsberuf des Zigarrenmachers. Danach war aber leider Schluss. Schön, dass noch ein paar wenige Betriebe existieren, die diesem Job am Leben halten.
Den Gründer Otto Hatje gibt es leider nicht mehr. Dafür hat sich aber ein würdiger Nachfolger gefunden, der das Traditionsgeschäft weiterführt. Denn Kinder, die in die Fußstapfen ihres Vaters hätten steigen können, hatte Otto nicht. Wie schön, dass unser Gastgeber Stefan vor gut 20 Jahren sein Herz an dem kleinen Laden verloren hatte, den er als Quereinsteiger übernahm. Schnell lernte er das Zigarrenmachen und verkauft seine Stücke unter der Eigenmarke „Otto Hatje“. Aufgrund der hohen Nachfrage wird er von zwei kleinen süddeutschen Familienunternehmen unterstützt, die ebenfalls noch das Handwerk des Zigarrenmachens beherrschen.

Durch einen von karibischen Spirituosen gesäumten Gang geht es in die Smokers Lounge, die Platz für 6 Personen in gemütlichen Ledersesseln bietet. So manches Mal wünscht sich Stefan mehr Ladenfläche, wie er beim Besuch des kleinen Geschäfts erwähnte. Denn gerade um die Mittagszeit ist der Raum extrem gut besucht und die Sitzplätze reichen bei weitem nicht aus. Ja, und so kamen auch an diesem Abend ein, zwei Leute vorbei, die sich dort bei einer netten Zigarre entspannt zurück lehnten. Auch wir hatten unseren Besuch in diesem kleinen gemütlichen Raum ausklingen lassen, nachdem wir von Stefan in die Kunst des Zigarrenmachens eingeführt wurden. Was bei Stefan auf den ersten Blick so einfach und schnell erscheint, war für den Einzelnen unter uns keine leichte Übung. Kein Wunder, es ist schließlich noch nie ein Meister vom Himmel gefallen…
Zum Zigarren rollen werden schöne reißfeste Java-Tabakblätter verwendet, die als erstes mit einem geschliffenen Stahlmesser von der Mittelrippe befreit und anschließend mit etwas Wasser befeuchtet werden. Danach werden die Umblätter mit einer Tabak-Mischung aus Mexiko, Brasilien, Sumatra und Java gefüllt. Allerdings erweist es sich ein wenig kniffelig die richtige Menge zu bestimmen. Dann gilt es mit dem Pedal leicht Schwung zu holen und so den Tabak zu einer Rolle zu pressen, die vom untergelegten Umblatt eingewickelt wird. Ist das erledigt, muss man die „Puppen“ am Ende unter der Walze herausziehen, bevor diese rausfliegen und an Spannung verlieren.

  

Als nächstes werden sie in einen Holzblock mit 30 Rillen eingearbeitet, in Form gepresst und von den überstehenden Tabakresten befreit. Danach werden aus weiteren Tabakblättern circa 3 Zentimeter breite Streifen zugeschnitten, die als Geschmack gebende Deckblätter die Puppen umrollen und mit Hilfe des natürlichen Klebstoffs Tragant umschlossen werden.

  

Das fertige Stück sollte noch eine gute Woche bis 10 Tage ruhen. Denn das Aroma sollte sich erst einmal richtig entfalten. Kein Problem, denn wir verkosteten bereits eine von uns selbst gewählte Zigarre, die wunderbar vom passenden Rum begleitet wurde. Das war schon ein leckeres Tröpfchen! Danke Stefan für die gute Beratung! Klar, habe ich dann eine schöne Flasche mit nach Hause genommen, die ich bei Gelegenheit einem lieben befreundeten Pärchen schenken werde. Schließlich musste ich beim Anblick der tollen Auswahl sofort an diese Rum-Liebhaber denken! Ich bin gespannt, wie der denen munden wird. Wenn nicht, dann… Na ja, soll man nicht stets schenken, was man selbst am liebsten hätte?
Für mich ist Otto Hatje ein kleines Geschenke-Paradies für den Genießer. So werde ich künftig auf jeden Fall vorbei schauen, wenn ich schöne handgefertigte Zigarren, einen leckeren Rum oder einen Gutschein zum Whisky-Tasting verschenken möchte. Ja, Whisky-Tastings in kleiner gemütlicher Runde gibt es hier auch, zu denen regelmäßige Termine angeboten werden. Reinschauen lohnt sich also allemal und besonders an jedem ersten Samstag im Monat, wenn Stefan in der Zeit von 10:00 bis 14:00 Uhr wieder seine Zigarren rollt. Wer will, kann sich dann auch daran versuchen und sein eigenes Stück anfertigen.

Das Traditionsgeschäft Otto Hatje ist selbst dem interessierten Nichtraucher zu empfehlen und der leidenschaftliche Raucher sollte auf jeden Fall mal auf eine Zigarre vorbei schauen!

Wir haben ein neues Lieblingsrestaurant für uns entdeckt! :)

Der Neffe meines Freundes war in der Stadt und eigentlich hatten wir vor spontan ins Block House am Mittelweg zu gehen. Doch das scheint am Sonntagabend unmöglich zu sein. Denn der Laden war gerammelt voll und so standen die Gäste im wahrsten Sinne des Wortes bis auf die Straße Schlange, als wenn es was umsonst gäbe. So reihten wir uns gar nicht erst ein und suchten eine Alternative. Dabei landeten wir letztendlich im Pluto, welches sich in den ehemaligen Räumlichkeiten des Dexters und des Graurocks aus der VOX-Sendung „Mein Restaurant“ befindet. Glücklicherweise war es nicht so voll, sondern angenehm halb besetzt, was ich eher an einem Sonntagabend erwarten würde. Da waren wir schon eher über das Schlange stehen im vorher angepeilten Lokal erstaunt…
Hier im Pluto war alles ganz anders. Nicht so hektisch, überfüllt und rustikal, sondern eher entspannt und gemütlich mit einer gewissen Eleganz. Kurz: Wir hatten den Eindruck ein schönes Esszimmer zu betreten. Hier war alles bestens!
Eine angenehme, sehr dezente Musik spielte im Hintergrund und so empfanden wir auch nach dem Dinner das Lokal für eines unserer nächsten Familienessen geeignet. Überzeugt hatten uns der nette Service und die übersichtliche Speisekarte.
Als Vorspeise wählten wir je zwei Plutos, die deutsche Antwort auf Tapas.

Das uns zuvor gereichte Amuse Geule gab uns bereits einen angenehmen Vorgeschmack, wie so etwas aussehen könnte. Tja, und das war schon sehr, sehr lecker!
Meine Plutos waren zum einen ein Mini Kasseler-Sauerkraut Strudel auf Portweinjus und zum anderen zwei pochierte Rouladen vom Seeteufel auf süß-saurem Linsensalat. Mein Gaumen frohlockte vor Freude. Das war wirklich ein großartiger Einstieg!
Da wir uns bereits den ganzen Tag auf unser Steak gefreut hatten, fiel die Wahl des Hauptgerichts nicht schwer. Denn wir entschieden uns geschlossen für das gegrillte Rumpsteak auf saisonalem Gemüse mit Belgischen Pommes und waren damit äußerst zufrieden. Es schmeckte einfach köstlich! So köstlich, dass wir gleich drei Wochen später wieder in unserem neuen Lieblingslokal einkehrten.
Auf der nahe gelegenen Alster steppte an diesem Wochenende der Bär. Denn es herrschte gerade das Alstereisvergnügen und auch im Pluto brannte seit morgens die Hütte. Denn viele nutzten den angebotenen Brunch und den extra zur Veranstaltung eröffneten Außenverkauf, um sich beispielsweise mit Waffeln und Glühwein einzudecken.
Unsere Bedienung meinte im Gespräch, dass das Lokal so überbucht wäre, dass sogar ihr Freund an dem Abend aushelfen würde. Welch ein Glücksfall, dass wir es dann tatsächlich noch geschafft haben zwei Stunden zuvor einen Tisch für vier Personen zu reservieren. Entgegen aller Vorwarnungen am Telefon mussten wir nicht warten und bekamen sofort einen Tisch zugewiesen. Auch mit unserem Essen waren wir wieder einmal sehr zufrieden! Vorweg gab es, wie beim ersten Besuch, zwei Plutos. Ich entschied mich dabei erneut für die beiden Varianten, welche mir so lecker in Erinnerung geblieben waren.
Als Hauptgang wählte mein Liebster hausgemachte Tagliatelle mit frischem schwarzen Trüffel und Rinderfiletstreifen.

Da ich noch einen Mini-Augenblick länger auf mein Essen warten musste, hatte ich einen Bissen davon probieren dürfen und fand es einfach nur lecker. Naja, sobald irgendwo Trüffel auf der Karte stehen, weiß ich auch schon immer ungefähr was ich essen möchte. Wie so oft schwankte ich zwischen zwei sehr schmackhaft klingenden Gerichten. Wie gut, dass mein Freund die Tagliatelle nahm. So war letztendlich klar, dass ich mich für das rosa gebratene Kalbsfilet unter der Macadamianusskruste, mit tourniertem Gemüse und hausgemachten Kartoffelkrapfen entscheiden würde.
Das Fleisch war auf den Punkt zubereitet, wunderbar zart und zerging förmlich auf der Zunge. Schön, dass als Beilage ausschließlich saisonales Gemüse verwendet wurde. Die hausgemachten Kartoffelkrapfen waren ein Traum und so musste ich schleunigst zusehen, dass mir nicht allzu viel vom Teller wegstibitzt wurde.Auch dieses Mal waren wir nicht alleine. Ein befreundetes Pärchen saß mit am Tisch. Sie, „Pescovegetarierin“, ergötzte sich förmlich an ihren sechs Plutos, die eine wunderbare Alternative zu dem sonst spärlichem vegetarischem Angebot schufen.
Ein Dessert bestellten wir am Ende nicht mehr. Denn die uns im Anschluss servierte heiße Schokolade mit Sahne war Hüftgold genug!
Der Service hat übrigens den Härtetest des „Ausnahmezustandes“ mit Bravour bestanden. Unser positiver Eindruck vom ersten Besuch wurde somit an diesem Abend bestätigt. Ich habe selten so ein taffes Personal im Restaurant erlebt, welches an Tagen wie diesen immer noch seine Nerven behielt und ein ausgezeichneter Gastgeber war. So soll es sein!- Hut ab!
Ja, wir hatten wirklich nichts zu meckern! Denn das Essen und der Service haben uns bei beiden Besuchen überzeugt! Die Preise sind moderat und absolut angemessen. Wir kommen auf jeden Fall wieder!