Ein absoluter Dauerbrenner: Mandelhörnchen

Ich weiß nicht genau, wieviele Mandelhörnchen ich schon in meinem Leben gebacken habe. Ich weiß nur, dass es wirklich sehr viele gewesen sein müssen, seitdem ich sie das erste Mal vor fast 6 Jahren ausprobiert habe. Seitdem muss ich dieses herrliche Kleingebäck überall mit hin nehmen, wenn ich zum Kaffee bzw. Tee eingeladen werde. Ja, die Anwesenheit dieses Klassikers wird oft sogar ausdrücklich erwünscht, genauso wie das wirklich simple Rezept, welches sich hinter dem Hüftgold verbirgt.
Daher, liebe mitlesende Freunde, hier ist es endlich zum Nachbacken und Genießen! 🙂

Mandelhörnchen

Mandelhörnchen
Zutaten (ca. 11 – 12 Stück):
400 g Marzipan-Rohmasse
200 g Puderzucker
1/2 Röhrchen Bittermandelöl
2 Eiweiß
2 Pck. gehobelte Mandeln
1 Becher Kakao-Kuchenglasur

Zubereitung:
400 g Marzipan-Rohmasse bei 800 Watt für ca. 1 Minute (der besseren Knetbarkeit halber) in der Mikrowelle erwärmen und anschließend zusammen mit 200 g Puderzucker in eine Rührschüssel geben. Ein 1/2 Röhrchen Bittermandelöl hinzufügen, 2 Eiweiß steif schlagen, unter die Masse heben und alles miteinander verkneten. 2 Päckchen gehobelte Mandeln in einen Suppenteller geben, die Mandelhörnchen-Masse mit einem Esslöffel abnehmen und mit der Hand formen. Hierbei ziehe ich mir am liebsten ungepuderte Gummihandschuhe an. Das erleichtert die Arbeit erheblich. Wenn ich die Masse zu einer kleinen Rolle in meiner Hand geformt habe, wälze ich diese in den Mandeln. Die Ränder des Suppentellers geben mir für die Länge der Hörnchen ein sehr gutes Maß vor. Wenn ich nämlich an den Teller-Rand stoße ist es Zeit ein „U“ zu formen und das Hörnchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech zu legen. Die Mandelhörnchen werden für ca. 13 Minuten auf der mittleren Schiene bei 180°C (160°C Umluft) gebacken. Sobald sie nach ca. 30 Minuten abgekühlt sind, werden ihre Enden jeweils in die Kakao-Kuchenglasur getaucht. Fertig ist der Klassiker!

Die Mandelhörnchen halten sich gut eingetuppert länger frisch und sind somit immer ein besonders leckerer Snack für Zwischendurch zum Tee oder Kaffee.

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Einen Hanseaten in Ehren kann niemand verwehren…

Wenn mein Opi früher zum Kaffee-Besuch kam, brachte er mir immer herrliche Hanseaten vom Bäcker mit. Das ist lange her und mein Opi kommt leider nicht mehr vorbei. Für einen knusprig, süßen Hanseaten bin ich aber immer noch zu haben. Mittlerweile backe ich mir diese selbst, wenn ich mal wieder Heißhunger auf dieses leckere Gebäck habe. Als Füllung verwende ich am liebsten selbstgemachte Erdbeer-Marmelade. Denn die habe ich stets im Vorratsschrank.

gefüllte HanseatenHanseaten
Zutaten (ca. 20 Stück):
300 g Mehl
1 Prise Salz
200 g weiche Butter
100 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Ei
3 TL Bio-Orangen-Abrieb
1 Msp. gemahlener Anis
2 EL klassische Erdbeer-Marmelade
250 g Puderzucker
Zitronensaft
etwas Wasser
1 Zahnstocherspitze rote Lebensmittelfarbe

Werkzeug:
1 kleine runde Ausstechform

Zubereitung:
300 g Mehl, 1 Prise Salz, 200 g weiche Butter, 100 g Zucker, 1 Pck. Vanillezucker, 1 Ei, 3 TL Bio-Orangen-Abrieb und 1 Messerspitze gemahlenen Anis zum Mürbeteig verkneten und für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Anschließend den Teig ausrollen, Kekse mit einer kleinen runden Form ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die Plätzchen im vorgeheizten Backofen bei 200°C (180°C Umluft) auf der untersten Schiene für ca. 13 Minuten backen. Die Erdbeer-Marmelade für 1 Minute bei höchster Stufe in der Mikrowelle erhitzen, noch warm auf die Hälfte der Kekse streichen, mit den unbestrichenen Keksen zusammensetzen und Auskühlen lassen. Den Puderzucker mit ein paar Spritzern Zitronensaft und etwas Wasser zu einer nicht allzu flüssigen, noch gut streichbaren Konsistenz anrühren. Mit dem Zuckerguss jeden Keks auf der gewünschten Oberfläche zur Hälfte anmalen. Ist die weiße Fläche angetrocknet, wird der verbliebenen weißen Zuckerpaste eine Zahnstocherspitze rote Lebensmittelfarbe zugefügt und damit die andere Oberflächen-Hälfte bestrichen.

Natürlich kann man die Hanseaten auch mit industriell hergestellter Erdbeer-Marmelade befüllen. Aber mit selbsteingekochter Marmelade schmecken sie einfach am besten.

Kleine Schoko-Chai Gugel

Na, habt Ihr Weihnachten gut überstanden und könnt laaaaaaaaaaaaangsam wieder ans Kuchen backen denken? Dann habe ich hier ein kleines Rezept, mit dem Ihr Euch die weitere Winterzeit versüßen könnt, wenn der Körper Entzugserscheinungen von all dem über die  Feiertage angefutterten Hüftgold bekommt. Die kleinen Gugel schmecken durch den (von mir verwendeten) Chai ein wenig nach Lebkuchen und haben teilweise eine leicht scharfe Note im Abgang.

Chai-Schoko Mini-GugelKleine Schoko-Chai Gugel
Zutaten (ca. 48 Stk.):
125 g Butter
1 Pck. Vanille-Zucker
1 Prise Salz
75 g Zucker
2 Eier (Größe M)
175 g Mehl
1/2 Pck. Backpulver
50 g gemahlene Mandeln
30 g Kakao
4 gehäufte TL Chai (hier habe ich „Space Cookie“ von samova verwendet)
5 EL Milch
200 g weiße Schokoladen-Kuvertüre
goldene Zuckerperlen

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C (Umluft 180°C) vorheizen. 125 g Butter mit 75 g Zucker, 1 Pck. Vanille-Zucker, einer Prise Salz und 2 Eiern schaumig rühren. 175 g Mehl, 1/2 Pck. Backpulver, 50 g gemahlene Mandeln, 30 g Kakao sowie 4 gehäufte TL Chai mischen und unter den Teig mixen. Zum Schluss 5 EL Milch unterrühren bis der Teig geschmeidig glatt ist. Die Mini-Gugelhupf-Form einfetten, mit Mehl bestäuben und mit Teig befüllen. Im vorgeheizten Backofen die kleinen Schoko-Chai Gugel ca. 10 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Ist die Stächen-Probe positiv, solltest Du die Mini-Küchlein aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und stürzen. Abschließend die weiße Schokoladen-Kuvertüre in einem Wasserbad schmelzen, die Gugelhupfe mit der Oberseite hinein tauchen, kurz antrocknen lassen und mit goldenen Zuckerperlen verzieren.

Die kleinen Schoko-Chai Gugel lassen sich sehr gut in einem größeren Weck-Glas aufbewahren. So bleiben sie saftig und halten länger frisch.

 

Rosmarin-Chili-Nussmischung mit Akazienhonig

Dieses Jahr gibt es zu Weihnachten eine Rosmarin-Chili-Nussmischung mit Akazienhonig als kleines Geschenk aus meiner Küche. Denn ich stehe aktuell total auf Rosmarin und daher musste diese kleine  Knabberei unbedingt in meinen Weihnachtsgeschenke-Produktionsplan mit hinein.

Gewürznüsse

Rosmarin-Chili-Nussmischung mit Akazienhonig
Zutaten (ca. 6 Dosen):
200 g ungesalzene Cashewkerne
200 g Haselnüsse
200 g Mandeln
2 getrocknete Chilischoten
4 EL Akazienhonig
2 EL Arganöl
1 Prise Meersalz
3 TL edelsüße Paprika
Pfeffer nach Gefühl
2 TL Rosmarin-Nadeln

Zubereitung:
Cashewkerne, Haselnüsse und Mandeln zusammen in eine Schüssel geben. 2 getrocknete Chilischoten klein hacken, mit 4 EL Akazienhonig und 2 EL Arganöl unter die Nüsse heben. 1 Prise Meersalz, Pfeffer nach Gefühl, 2 TL edelsüße Paprika sowie 2 TL Rosmarin hinzufügen und gut mit den übrigen Zutaten durchmischen. Hierbei verwende ich am liebsten die „Schütteltechnik“. Also bei der Tupperdose den Deckel drauf setzen und los geht es. Shake Baby Shake! 😉 Abschließend die Nussmischung auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech schütten, gleichmäßig verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 220 °C (Umluft 200 °C) unter mehrmaligen Wenden ca. 12 Minuten rösten.

Ich habe die Nussmischung nach dem Abkühlen sofort in kleine Dosen abgefüllt. So halten sie sich länger frisch und das Gewürzaroma kann sich weiterhin besonders gut entfalten.

Weihnachtlicher Granatapfel-Sirup

Seid Ihr auch schon alle im leichten Vorweihnachtsstress und jagt noch ein paar Geschenken hinter her oder werkelt fleißig in der Küche herum? Sucht Ihr vielleicht noch Inspiration für ein leicht selbst herzustellendes Last-Minute-Geschenk?
Wie wäre es dann mit einem weihnachtlichen Granatapfel-Sirup?

weihnachtlicher Granatapfel-Sirup

Der Granatapfel-Sirup eignet sich hervorragend als Dessert-Soße zu Eis, zum Würzen von Soßen, zum Süßen von Cocktails, Sekt, Tee oder Kaffee.

weihnachtlicher Granatapfel-Sirup
Zutaten (ca. 1,5 l):
6 große Granatäpfel (oder entsprechend viel bereits ausgelöste Granatapfelkerne)
4 Orangen
1 Vanilleschote
4 Sternanis
400 g Zucker

Zubereitung:
Die ausgelösten Granatapfelkerne in einen Topf geben und pürieren. Die pürierte Masse durch ein Sieb gießen und ca. 900 ml Saft in einem großen Kochtopf auffangen. Als nächstes die Orangen auspressen. 300 ml Orangensaft, 400 g Zucker, 4 Sternanis sowie eine ausgekratzte Vanilleschote samt Mark zum Granatapfelsaft hinzufügen und alles zusammen bei starker Hitze ca. 20 Minuten lang sirupartig einkochen. Anschließend den Sirup abschäumen, dabei die Vanilleschote und den Sternanis entfernen . Zum Schluss die heiße Flüssigkeit mit Hilfe eines Trichters in Weck-Flaschen füllen und sofort verschließen.

Aufgrund des hohen Zuckergehaltes ist der Sirup problemlos mehrere Monate haltbar und eignet sich daher auch perfekt für die eigene Vorratskammer.

Das weckt Kindheitserinnerungen: Mandarinen-Schokokuss-Dessert

Am vergangenen Samstag waren wir mal wieder auf einem Geburtstag für große Kinder eingeladen, wo jeder etwas zum Buffet beisteuern sollte. Schnell war klar, dass mein Liebster sein Lieblingsdessert vorschlagen würde, was er dann auch Bäuchlein reibend tat.

Mandarinen-Schokokuss-Dessert

Mandarinen-Schokokuss-Dessert
Zutaten:
9 große Schokoküsse
500 g Magerquark
200 ml Schlagsahne
1 Dose Mandarinen-Orangen

Zubereitung:
500 g Margerquark in eine Schüssel geben, Schokoküsse von den Waffelböden trennen und die Waffeln zur späteren Dekoration zur Seite legen. Anschließend die Schokokuss-Masse unter den Magerquark heben und dabei ordentlich mit Hilfe eines Kochlöffels zerteilen. Dann 200 ml Sahne in einem extra Gefäß schlagen, zusammen mit den Mandarinen-Orangen zu der Schokokuss-Magerquark-Masse geben, noch einmal ordentlich durchrühren und abschließend mit den Waffelböden dekorieren.

Und, weil dieses Rezept fast jedem kleinen und großem Kind schmeckt, möchte ich diesen Blogpost dem Kinder-Hospiz Sternenbrücke im Rahmen der Aktion #Blogging4Charity widmen.
Mein Blog unterstützt die Sternenbrücke

Aus ganz persönlichen Gründen, ist es mir sehr wichtig das Hamburger Kinder-Hospiz zu unterstützen. Denn eine Grundschulfreundin war vor fast 25 Jahren an Leukämie verstorben, was mich als Kind sehr bewegt hat. Seitdem liegt es mir besonders am Herzen Kindern und ihren Eltern, denen es aktuell leider nicht so gut geht, zu helfen.

Grillcamp 2013: Ran an die Kohle!

Im vergangenem Jahr lief mir der erste Tweet zum Grillcamp über den Weg. Seitdem war klar: Da muss ich hin im nächsten Jahr! – Gesagt, getan.

Barcamps habe ich schon viele besucht. Aber dieses war auch endlich mal was für richtige Foodies! 🙂
Nicht nur die Männer versammelten sich ums Grillfeuer. Ich befand mich in bester Gesellschaft von noch vielen anderen BBQ begeisterten Frauen.
Wie üblich gab es auch hier eine Session-Planung. Hierzu  wurden aber erst einmal fleißig eigens mitgebrachte und zur Verfügung gestellte Rezeptbücher gewälzt, die reichlich Inspiration boten. So sehr, dass wir gleich automatisch für die gesamten zwei Tage Vorschläge an die Wand pinnten. Dabei war nicht nur Fleisch unser Gemüse. Denn ein paar (wenige) vegetarische Beilagen waren auch mit im Spiel.
Was auf diesem Camp nicht fehlen durfte? – Ein richtiges Grillwurst-Tasting. Dafür brachten einige Teilnehmer ihre Lieblingswürste mit, die an beiden Tagen zur besten Frühstückszeit verkostet und benotet wurden.

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Am meisten hat mir aber das Improvisieren und Rezepte abwandeln mit all den gebotenen Zutaten gefallen. Wann bekommt man schon die Gelegenheit mit so vielen leckere Lebensmittel zu jonglieren? Das muss man schon richtig ausnutzen! So sah man überall in und auf dem Hof der Starküche begeisterte Teilnehmer an ihrem Grill-Projekt werkeln und voneinander lernen. Hingebungsvoll wurde Fleisch mariniert, Gemüse geschnippelt und so mancher Fisch liebevoll geduscht, ehe er sein schmackhaftes Show down erlebte. Auch ein paar kopflose Hähnchen waren mit von der Partie, die sich in der Sonne bräunten und dabei zu wahren #Foodporn Stars avancierten.

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Grillsoßen wurden frei Schnauze aus der Hüfte geschwungen und dabei unter anderem mit Frühlingsbutter eines Sponsors verfeinert. Die daraus entstandene Balsamico-Zwiebel-Reduktion fand ich sehr gelungen.

Bei vielen, nicht selbst geplanten, Sessions galt es schnell zu sein, um am Ende nicht nur als Zaungast zu enden. Denn die Teilnehmerzahl war aufgrund der einzelnen Rezepte natürlich sehr beschränkt.
Die erste Session, wo ich mir noch rechtzeitig einen Mithelfer-Platz ergattern konnte, drehte sich rund um das Thema „Alles mit Bacon!“. Dafür pulten wir Garnelen, schälten Bananen, grünen und weißen Spargel, putzten Champignons und Erdbeeren, die später auf einem Spiegel aus zuvor gekochter Balsamico-Zwiebel-Reduktion mit Orangenschokolade angerichtet wurden.
Bacon-TellerYummi! Ich liebe es mich so richtig kreativ auszutoben! Vor allem, wenn es so viele herrliche Zutaten zu kombinieren gibt! 🙂
Im nächsten Team wurde Hüftgold produziert. Wir fabrizierten süße Schaschliks aus Marshmallows und Erdbeeren (Rezept aus „Mein Grillbuch“ von Johann Lafer). Garniert mit Schoko-Orangensoße und Puderzucker sahen sie nicht nur göttlich aus, sie schmeckten auch so! Ich muss zugeben, dass ich solche Rezepte von Lafer nicht erwartet hatte und somit positiv überrascht wurde.
MarshmallowsDanach ging es in eine großartige Keynote von Claas Habben („Steakfreunde“ und „Beisser“) zum Thema „Dry Aged Steak“. Wir waren regelrecht hungrig nach all seinen Profi-Tipps, denen dann eine praktische Umsetzungsphase folgte.

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Die Verkostung des vom Team selbst gegrillten saftigen „Dry Aged Steaks“ war ein absolutes Highlight,  dem dann noch eine oberköstlich gegrillte Hüfte folgte.
36_GrillcampDer  zweite Tag begann mit einem ausgiebigen Burger-Frühstück. Ich entschied mich für die Gorgonzola-Version. Es war „Breakfast at it´s best!“ und bot genug Grundlage für den Tag. Ich hatte mit meinem „Frühstücks-Brötchen“ echt zu kämpfen und war für den Rest des Tages papp satt.
62_GrillcampDas hielt mich aber dennoch nicht ab, endlich meine eigene Session anzuzetteln. Denn ich wollte unbedingt das „Wursten“ ausprobieren. Hierzu hatte ich extra ein Boerwors-Rezept (typische Bauernbratwurst Südafrikas) aus meiner heimischen Kochbuchsammlung mitgebracht.
Ich konnte zwei großartige Assistenten gewinnen, die mich in die große Kunst des Wurstens einführten: Claas, ein waschechter Metzgermeister, und Thomas, einen exzellenten Hobbykoch. Gemeinsam frönten wir dem Wurst-Wahn und kreierten eine ganz eigene Würzmischung. Wir hatten die Kitchen-Aid auf Hochtouren gebracht und ruck zuck einen köstlichen Wurst-Teig gezaubert, der abschließend in den vorbereiteten Darm gepresst wurde. Unser Ergebnis konnte sich sehen lassen: 18 Boereworse und 2 kleine Proto-Boeres hatten wir produziert. Und, ganz nebenbei habe ich ein neues Hobby entdeckt…

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Boerewors
Zutaten (4 Portionen):
500g Rindfleisch
je 250g Lamm- und Schweinefleisch

200g Speck
1 kleine (ganze) Knoblauchknolle
2 EL Worcestersauce
3 EL Essig

1 Tl Koriandersamen
1/2 Tl Cayennepfeffer
je 1 El gehackter Thymian und Basilikum
2 ordentliche El Orangeningwer-Marmelade
1 El brauner Zucker
1 Schuss Rum
1 Tl Pfeffer
1 El Salz

Wursthülle

Zubereitung:
Die Wursthülle in kräftig gesalzenem Wasser ziehen lassen. Dabei sollten zwei ordentliche Handvoll Salz ins Wasser gestreut werden. Das Rindfleisch mit dem Lamm- und Schweinefleisch sowie Speck durch den Fleischwolf drehen. Den Knoblauch schälen, klein hacken und mit den restlichen Zutaten dazugeben. Alles gut vermischen und kräftig abschmecken. Die Masse in eine dünne Wursthülle füllen und fest zu Würsten drehen.

Die Würste 8 – 10 Minuten auf dem Holzkohlegrill grillen.

Eine Teilnehmerin hatten wir am Ende unserer Session so sehr angefixt, dass sie sich nun endlich auch in den Wurst-Wahn stürzen wollte. Es folgte eine kleine Mädels-Session. Dabei machten wir uns ans Reste verwerten, denn das Grillcamp neigte sich langsam dem Ende zu, und so manche Zutat wollte noch verarbeitet werden. So ging es für eine kleine Regenbogen-Forelle um die Wurst. Gemeinsam mit Lachs haben wir sie zu Hackfleisch gemacht und dabei jede Menge Spaß gehabt. – Okay, klingt jetzt ein wenig sadistisch… Aber wir befanden uns im Wurst-Wahn und der war höchst ansteckend.

Fisch_SM
Volker von „volkermampft
“, der im übrigen das Grillcamp organisiert hat, hatte die großartige Idee, der Grillkohle etwas Buche zuzusetzen, um ein zusätzliches Rauch-Aroma zu schaffen, die der Wurst noch den letzten Pfiff verlieh. Allerdings hatte der Lachs der Wurst leider eine sehr mehlige Konsistenz verliehen, was aber auch ein wenig zu erwarten war. Daher gibt es an dieser Stelle lieber doch kein Rezept.

58_GrillcampSatt und glücklich ging ich mit allerlei Grillcamp-Eindrücken im Gepäck nach Hause. Danke an die Orga des Grillcamps 2013 für die zwei unvergesslichen Grilltage. Ich komme wieder! 🙂