Der Stadtkutter hat angelegt!

Heute muss ich Euch unbedingt mal Off-Topic einen kleinen Hamburg-Tipp geben. Denn der Stadtkutter hat für 3 Wochen in der Grindelallee 117 als Popup-Store angelegt und schon sehr nette Bord-Partys veranstaltet. So wurde dort zum Beispiel after Work bei netter Musik geshoppt, einer Lesung zugehört und Schmuck gebastelt. Morgen (14.08.2014 ab 19:00 Uhr) ist auch schon das nächste Event. Denn es findet ein DIY-Abend mit Yelp statt.

Foto: facebook.com/stadtkutter

Foto: facebook.com/stadtkutter

Open Deck wartet also, wie Ihr an dieser Stelle schon vermuten könnt, eine Fracht, die das DIY-Markt liebende Landratten-Herz begehrt.

StadtkutterDenn Kapitän Jo von der elbbote hat mit ihrer Crew dem Marmeladenmädchen, Harry Hirschs Einkochkunst, Tea Club, Café Glück, Flaschenfieber, Jacky Matus-Design, Kleiderfee, Wolkenfabrik, kila-photography und Masbelleza ganz zauberhafte Leckereien, Schmuck, Deko-Accessoires und Geschenkideen mitgebracht.

Der Stadtkutter hat noch bis Samstag, den 16. August 2014, in der Grindelallee 117 angelegt und täglich von 12 – 19 Uhr geöffnet.
Also ab an Bord und viel Spaß beim Entdecken der kleinen Schätze!

Dieser Beitrag entstand als Support für den Stadtkutter.

Besuch bei Hamburgs letztem Zigarrenmacher

Als Kind liebte ich den bitter-süßen Duft von Papis Zigarren. Auf Studienreise und Partys habe ich dann auch mal gerne eine gepafft.  – Hmh, das hört sich nun so an, als wenn ich ständig vor mir her qualme… Nein, wirklich nicht! Denn insgesamt sollten es gerade einmal drei Zigarren gewesen sein, an denen ich genuckelt habe. Doch selbst das scheint mir noch zu hoch gegriffen. Bei den meisten durfte ich nur kurz dran ziehen, wenn die in der Gruppe wie ein Joint rumgereicht wurden. Aber, Frauen und Zigarren? Warum denn nicht? Da befinde ich mich doch in bester Gesellschaft von unter anderem der Schriftstellerin George Sand, die als eine der wenigen Frauen ihres Jahrhunderts in aller Öffentlichkeit Zigarren rauchte und dieses als einen Akt der Emanzipation empfand. Greta Garbo, Julie Andrews, Bette Midler, Demi Moore, Sharon Stone und Madonna sind als weitere Beispiele zu nennen.
Im Grunde genommen, bin ich eigentlich bekennende Nichtraucherin. Trotzdem üben Zigarren auf mich eine gewisse Faszination aus. Umso neugieriger wurde ich, als ich auf ein Minikärtchen des Traditionsgeschäfts Otto Hatje in Altona stieß, welches auf die dort gebotene Schauproduktion aufmerksam machte. Ein Blick auf die Homepage sagte mir: „Da muss ich hin!“

Otto Hatje gibt es bereits seit 1922 und ist bis heute in denselben Räumlichkeiten geblieben, die am Rande der ehemaligen „Mottenburg“, dem heutigen Ottensen, liegen. Der Name „Mottenburg“ reicht in die Zeit zurück, als Zigarrenmacher wie Otto Hatje das Bild des Stadtteils prägten. Nun gibt es nur noch ihn, den letzten Zigarrenmacher Hamburgs. Hier kann der Zigarrenliebhaber kaufen, was sein Herz begehrt. Mit 70% Luftfeuchtigkeit und ca. 20° C Raumtemperatur ist das ganze Geschäft ein einziger Humidor. Die Auswahl ist enorm und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Edle kubanische und brasilianische Zigarren gibt es hier genauso wie die unter anderem im Laden handgefertigten Eigenmarken, die man unbedingt probieren sollte.

   

Bis zu den 50er Jahren gab es in Deutschland den Ausbildungsberuf des Zigarrenmachers. Danach war aber leider Schluss. Schön, dass noch ein paar wenige Betriebe existieren, die diesem Job am Leben halten.
Den Gründer Otto Hatje gibt es leider nicht mehr. Dafür hat sich aber ein würdiger Nachfolger gefunden, der das Traditionsgeschäft weiterführt. Denn Kinder, die in die Fußstapfen ihres Vaters hätten steigen können, hatte Otto nicht. Wie schön, dass unser Gastgeber Stefan vor gut 20 Jahren sein Herz an dem kleinen Laden verloren hatte, den er als Quereinsteiger übernahm. Schnell lernte er das Zigarrenmachen und verkauft seine Stücke unter der Eigenmarke „Otto Hatje“. Aufgrund der hohen Nachfrage wird er von zwei kleinen süddeutschen Familienunternehmen unterstützt, die ebenfalls noch das Handwerk des Zigarrenmachens beherrschen.

Durch einen von karibischen Spirituosen gesäumten Gang geht es in die Smokers Lounge, die Platz für 6 Personen in gemütlichen Ledersesseln bietet. So manches Mal wünscht sich Stefan mehr Ladenfläche, wie er beim Besuch des kleinen Geschäfts erwähnte. Denn gerade um die Mittagszeit ist der Raum extrem gut besucht und die Sitzplätze reichen bei weitem nicht aus. Ja, und so kamen auch an diesem Abend ein, zwei Leute vorbei, die sich dort bei einer netten Zigarre entspannt zurück lehnten. Auch wir hatten unseren Besuch in diesem kleinen gemütlichen Raum ausklingen lassen, nachdem wir von Stefan in die Kunst des Zigarrenmachens eingeführt wurden. Was bei Stefan auf den ersten Blick so einfach und schnell erscheint, war für den Einzelnen unter uns keine leichte Übung. Kein Wunder, es ist schließlich noch nie ein Meister vom Himmel gefallen…
Zum Zigarren rollen werden schöne reißfeste Java-Tabakblätter verwendet, die als erstes mit einem geschliffenen Stahlmesser von der Mittelrippe befreit und anschließend mit etwas Wasser befeuchtet werden. Danach werden die Umblätter mit einer Tabak-Mischung aus Mexiko, Brasilien, Sumatra und Java gefüllt. Allerdings erweist es sich ein wenig kniffelig die richtige Menge zu bestimmen. Dann gilt es mit dem Pedal leicht Schwung zu holen und so den Tabak zu einer Rolle zu pressen, die vom untergelegten Umblatt eingewickelt wird. Ist das erledigt, muss man die „Puppen“ am Ende unter der Walze herausziehen, bevor diese rausfliegen und an Spannung verlieren.

  

Als nächstes werden sie in einen Holzblock mit 30 Rillen eingearbeitet, in Form gepresst und von den überstehenden Tabakresten befreit. Danach werden aus weiteren Tabakblättern circa 3 Zentimeter breite Streifen zugeschnitten, die als Geschmack gebende Deckblätter die Puppen umrollen und mit Hilfe des natürlichen Klebstoffs Tragant umschlossen werden.

  

Das fertige Stück sollte noch eine gute Woche bis 10 Tage ruhen. Denn das Aroma sollte sich erst einmal richtig entfalten. Kein Problem, denn wir verkosteten bereits eine von uns selbst gewählte Zigarre, die wunderbar vom passenden Rum begleitet wurde. Das war schon ein leckeres Tröpfchen! Danke Stefan für die gute Beratung! Klar, habe ich dann eine schöne Flasche mit nach Hause genommen, die ich bei Gelegenheit einem lieben befreundeten Pärchen schenken werde. Schließlich musste ich beim Anblick der tollen Auswahl sofort an diese Rum-Liebhaber denken! Ich bin gespannt, wie der denen munden wird. Wenn nicht, dann… Na ja, soll man nicht stets schenken, was man selbst am liebsten hätte?
Für mich ist Otto Hatje ein kleines Geschenke-Paradies für den Genießer. So werde ich künftig auf jeden Fall vorbei schauen, wenn ich schöne handgefertigte Zigarren, einen leckeren Rum oder einen Gutschein zum Whisky-Tasting verschenken möchte. Ja, Whisky-Tastings in kleiner gemütlicher Runde gibt es hier auch, zu denen regelmäßige Termine angeboten werden. Reinschauen lohnt sich also allemal und besonders an jedem ersten Samstag im Monat, wenn Stefan in der Zeit von 10:00 bis 14:00 Uhr wieder seine Zigarren rollt. Wer will, kann sich dann auch daran versuchen und sein eigenes Stück anfertigen.

Das Traditionsgeschäft Otto Hatje ist selbst dem interessierten Nichtraucher zu empfehlen und der leidenschaftliche Raucher sollte auf jeden Fall mal auf eine Zigarre vorbei schauen!

Das Kochhaus

Das Kochhaus-Konzept hatte mich neugierig gemacht. So bin ich gleich bei der nächsten Gelegenheit dort eingekehrt. Seitdem bin ich zur überzeugten Wiederholungstäterin geworden!
Der Shop ist sehr angenehm und interessant gestaltet. Vorne gibt es eine kleine gemütliche Ecke wo man kalte und warme Snacks zu sich nehmen kann. Ansonsten handelt es sich beim Kochhaus aber nicht um ein Bistro, sondern um ein begehbares Kochbuch mit Inspirationsquellen für den hauseigenen Speiseplan.
Man trifft auf allerlei Rezepttafeln, die zeigen wie schnell und einfach man ein leckeres Gericht zaubern kann. Gut finde ich dabei die ungefähre Preisangabe pro Portion, die sich an den vor Ort erhältlichen Zutaten orientiert.

Ein sehr anschaulich gestalteter Rezeptflyer rundet das Angebot ab. Allerdings muss man schon 0,50 Euro berappen, wenn man den ohne die entsprechenden Zutaten mitnehmen möchte.
Das Kochhaus bietet aber noch viel mehr. Neben all den Snacks und Rezept-Zutaten kann man hier die verschiedensten Weine, Würzmittel, Öle, Essige, Schokoladen und Tees ausgewählter Manufakturen erstehen. Auch Kochgeschirr wie Pfannen und Auflaufformen sowie kulinarische Führer und Kochbücher sind vorhanden.

Mit anderen Worten: „Hier ist man für jede Kochsession gewappnet!“
Achja, und die gibt es hier natürlich auch. Passt schließlich gut ins Gesamtkonzept! Für im Schnitt 75 Euro pro Person kann man sich im Kurs ein paar Tipps und Tricks für zu Hause abschauen und seine Kochkunst in geselliger Runde verfeinern. Vielleicht mach ich da auch mal mit…

Bei meinem ersten Besuch habe ich gleich zwei Rezeptflyer und für exakt zwei Personen abgewogene Zutaten (Madras Curry und Bulgur) mitgenommen, um zu Hause nicht extra die Küchenwaage für gerade mal 6 oder 200g zu bemühen.

Den Rest wollte ich erst holen, wenn ich eines der mitgeschnappten Rezepte ausprobieren würde. Zwei Wochen später hatte ich mich dann an die Umsetzung vom Putenfilet mit Paprika und Curry-Orangen-Bulgur an Joghurtsoße gewagt. Es war wirklich easy peasy und vor allem köstlich! Ich bin begeistert! Da die Rezepte im Kochhaus immer saisonal und abwechslungsreich angeboten werden, musste ich meine restlichen Zutaten dann andernorts im von mir bevorzugten Bio-Markt kaufen, was gleich ein wenig teurer ausfiel. Aber, beim nächsten Mal hatte ich gleich alles zusammen mitgenommen und auch das Essen war ein Traum! Schweinefilet mit gerösteten Kräuterseitlingen und Süßkartoffeln an Tomaten-Pesto. Himmlisch!

Darauf muss man erst einmal kommen, dass raffinierte Küche nicht immer gleich kompliziert ist! Darum gefällt mir das Kochhaus-Konzept auch so sehr!

Wer auf der Suche nach einer netten Auswahl an kulinarischen Geschenken (auch für sich selbst) ist, wird hier mit Sicherheit fündig und Kocheinsteiger sowie passionierte Hobbyköche kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten.
Das Kochhaus ist eine Bereicherung für Hamburger Hobbyköche! Es macht Spaß durch den Laden zu bummeln und sich an allen Ecken inspirieren zu lassen. Ja, und das Personal wirkt ebenfalls sehr nett und hilfsbereit, weswegen das Wiederkommen leicht gemacht wird. Ich freue mich auf weiterhin viel Inspiration durch die immer wieder spannenden Rezeptvorschläge! Hach, und was habe ich jetzt schon wieder tolles auf der Homepage entdeckt?
– Supréme von der Maispoularde mit weißem Spargel, Estragonsoße und violetten Kartoffeln! Das muss ich unbedingt probieren!

It´s tea time! :)

In der kühlen Jahreszeit, wenn alles stürmt und schneit, ist es doch immer wieder schön einem warmen Tee zu genießen und sich zu entspannen. Und, genau das ist auch direkt im samova Teespeicher möglich.

Nachdem alle eingetrudelt waren, bekamen wir vom Master Tea-Jay, Errol, erst einmal einen “Istanbul Nights“ (Schwarztee) gereicht, der mit und ohne Raki, wundervoll auf den Abend einstimmte. Anschließend begann das ausgiebige Schnuppern und Schmecken herrlich ausgewählter Teesorten. Darunter “Maybe Baby“, eine Früchteteemischung, die Gründerin Esin Rager gemeinsam einem ihrer Söhne kreiert hat. Hierzu durfte er sich ein paar Früchte aussuchen, die die Basis des Heißgetränks bildeten.

 

Ihr ältester Sohn war auch Quasi der Auslöser zur Unternehmensgründung. Denn wie viele werdende Mütter, versuchte Esin sich an beruhigenden Kräutertees. Doch irgendwie waren die nicht immer der Hit und die Auswahl leider sehr beschränkt. Kurzerhand beschloss sie sich ihren eigenen Tee zu mischen. Den nahm sie dann auch mit ins Büro. Schnell wollten auch Freunde und Kollegen von Ihren Eigenkreationen kosten. Unglaublich viele Nachfragen forderten letztendlich den Schritt in die Selbständigkeit und samova wurde gegründet. Seitdem erfreut sich ihr Tee einer ständig wachsenden Beliebtheit und wird mittlerweile in aller Herren Länder versendet. Mein Favorit ist der köstliche “Space Cookie“ (Chai). Davon könnte ich Unmengen von Kannen leeren. Wie gut, dass der auch nicht gerade ungesund ist. Denn nahezu alle Zutaten stammen aus ökologischem Anbau und werden regelmäßig auf Schadstoffe geprüft. Das gefällt! Auch einige Promis gehören zur Stammkundschaft. Namenhafte Musiker nehmen sogar den für seine beruhigende Wirkung beliebten “Total Reset“ mit auf Tour, dessen Basis Griechische Bergkräuter bilden, die auch noch gegen andere Zipperlein als Lampenfieber helfen. Wie der Name schon aussagt, handelt es sich hier um einen Tee, den man gut und gerne abends vorm Schlafengehen trinken kann, um runterzukommen und vom Alltag abzuschalten.

Während wir die einzelnen Tees verkosteten und über den orchestralischen Aufbau der einzelnen Geschmackskompositionen sprachen, kamen wir auch ins philosophieren. Ja, und das ist unter anderem, das was samova ausmacht. Denn die Marke „samova“ ist kommunikativ. Sie möchte Menschen verbinden und inspirieren. So hat sich auch der Philosophische Salon entwickelt, der seine neue Heimat im A-ROSA Hotel Travemünde gefunden hat und in regelmäßigen Abständen, begleitet von leckeren Tea-Cocktails und Fingerfood, veranstaltet wird.
Samova Tees sind eine Klasse für sich und so bietet unter anderem auch die Lufthansa für ihre Upper Class Gäste samova Tees und Cocktails im Private Jet an, die man sogar einfach zu Hause nachmachen kann. Denn die ehemalige Journalistin und Medienentwicklerin Esin hat gemeinsam mit Eyck Thormann, dem Barchef der legendären Hamburger Cocktailbar Christiansens, ein samova Cocktailbuch geschrieben, welches im Handel erhältlich ist. Man kann aber auch den Tee, beispielsweise „Maybe Baby“, wunderbar naschen, als Müslizusatz nutzen sowie zum kochen oder backen verwenden. So gab es noch ein paar interessante Tipps für die Hobbyköche in unserer Runde. Spannend! Ich freue mich schon auf das Erscheinen eines Kochbuchs!

Wenn ich samova mit nur zwei Wörtern beschreiben sollte, fallen mir sofort die Schlagworte „Genuss & Leidenschaft“ ein! Fantastische Tees, die mit viel Leidenschaft und Herzblut kreiert werden. Man spürt sofort das Feuer, sobald man den Teespeicher betritt. Denn das samova Team brennt für seine Produkte! Dieses Lächeln und Strahlen in Errrols Augen sagte uns ganz klar: Hier geht jemand in seinem Element auf! Hier hat jemand seinen absoluten Traumjob gefunden! Ein Gefühl, dass ich übrigens bei jedem samova Mitarbeiter hatte, der mir bisher begegnet war. Sicherlich ist das auch der Hauptgrund, warum samova so erfolgreich ist. Die Firma liegt nicht nur mit ihren cool designten Bio-Produkten voll im Trend, nein, sie findet auch immer wieder spannende und kreative Wege ihren Tee zielgruppengerecht zu positionieren und zu vermarkten.

  

So kann man sich beispielsweise einen Tea-Jay nach Hause bestellen und seine Gäste mit einer kleinen Cocktail-Party oder einem Tea-Tasting überraschen. Ja, und auch für Kids gibt’s das Eistee-Kreativlabor zur Geburtstagsparty, wo alkoholfreie Cocktails die kleinen Leute ganz groß rausbringen. Na, wenn das nicht was ist?

Nach anfänglicher Einführung, Verkostung, Warenkunde und Erläuterung zur samova Story bekamen wir von Errol eine kleine Unternehmensführung. Sympathisch reihen sich Lagerregale, Pack- und Büroschreibtische aneinander. Alles in einem Raum, was noch einmal die fast familiäre Betriebsstimmung unterstreicht. Hier durften wir einen kurzen Blick ins Labor werfen und unsere eigene Teedose mit dem Etikett der Sorte unserer Wahl versehen. Doch, wer hier dachte, “Ach, das ist ja ein Kinderspiel! Das schaffe ich auch ohne Anleitung mit links!“ hat sich schon schnell verklebt. So legten wir gemeinsam unter Errols Anleitung los und hielten nach kurzer Zeit unser persönliches Werk in den Händen. Mancher wird sich fragen: “Und, was ist da Besonderes dran?“ Nunja, wir haben gesehen, hier entstehen Tee-Kreationen mit Leidenschaft, deren Zutaten weltweit unter dem Nachhaltigkeitsaspekt zusammengetragen werden, bis sie einzeln von Hand abgefüllt ihren Weg zum Kunden finden. Sprich, hier wird wirklich step by step Hand angelegt. Ja, und genau dieses Verständnis, welches wir durch den Abend der samova Academy erworben haben, lässt in unseren Augen das Preis-Leistungsverhältnis als gerechtfertigt erscheinen! Guter Tee hat halt seinen Preis, wie man es auch unschwer bei Mitbewerbern, wie z.B. TeeGschwendner, erkennen kann. Denn dort kann ein kleiner Rundumschlag für den reinen Teetrinker-Haushalt genauso schnell den Geldbeutel erleichtern.

Direkt vom Lager ging es in den Showroom mit Disco-Kugel und Promi-Galerie.

Alle Produkte werden hier perfekt in Szene gesetzt und eine kleine angeschlossene Küche schnell mal zur Cocktailbar umfunktioniert. So zeigte uns Tea-Jay, Errol, gemeinsam mit zwei freiwilligen aus dem Teilnehmerkreis, wie schnell und einfach man auf Basis des Tees Scuba Garden einen leckeren Cocktail zubereiten kann. Diesen gab es zum einen mit einem ordentlichen Schuss Orangensaft und Aperol, zum anderen auch auf alkoholfreier Basis.

 

Ob nun mit oder ohne Promille, beide Varianten waren oberlecker und wurden in loungiger Atmosphäre bei netten Gesprächen genossenDanke für diesen tollen Abend! Die samova Academy ist wirklich jedem Teeliebhaber zu empfehlen!

“Hamburg schokt” im Kakao-Kontor

“Hamburg schokt” im Kakao-Kontor, einer kleinen Manufaktur, die aus Leidenschaft entstanden ist. Leidenschaft zur Schokolade, die unsere Sinne berührt und ganz ungeniert groß und klein verführt.
Hier musste Aufklärungsarbeit betrieben werden, und so ging es Ende Oktober zum Seminar für anonyme Schokoholics, um mehr über die süße Sünde zu erfahren, die uns so angenehm berauscht. Die Suchtberatung fand direkt in den Räumlichkeiten des Kakao-Kontors statt. Hier erlebten wir einen spannenden Abend mit Rohstoffkunde und natürlich köstlicher Schoki.

Nachdem wir uns alle in der Schokowerkstatt eingefunden hatten und sehr nett durch den Inhaber, André, begrüßt wurden, bekamen wir die Ansage: “Auf den Tischen findet ihr Spucknäpfe und Wasser, denn nicht alles was ich Euch gleich zu probieren gebe, wird Euch gefallen…“. Augenblick, was hatte er gesagt?!? Schokolade, die so fürchterlich schmecken soll, dass wir sie wieder ausspucken würden? Ungläubige Blicke wanderten in der Gruppe herum. Doch als wir uns dann durch die Entwicklung, angefangen bei der noch unbehandelten Kakao-Bohne bis zur vollendeten Schoki, durchprobierten, hatte er tatsächlich Recht behalten. Denn so prächtig schmeckt eine frische geerntete Kakao-Bohne leider wirklich nicht…

Trotzdem fand meine nicht den Weg in einen dieser Näpfe. Denn da musste ich einfach durch. Es war ein Abenteuer für die Sinne. Je, näher wir dem Ziel des vollendeten Schokoladen-Genusses kamen, desto stärker erlebten wir eine Geschmackssteigerung.
Nun hatte ich bereits schon ein Kaffeeseminar  und eine Weinverkostung mitgemacht. Doch dass auch die Schokolade so eine Wissenschaft für sich ist, hatte ich bisher nicht erwartet! Natürlich hatte ich schon einmal von den unterschiedlichsten Kakao-Sorten (CriolloTrinitario, Nacional und Forastero) gehört und auch der Begriff „Herkunftsschokolade“ war mir nicht fremd. Doch das die Herkunft der Bohne so markant über den Geschmack entscheiden kann, war mir gelinde gesagt nie bewusst. Eine dunkle Schokolade mit 75% Kakao-Anteil entpuppte sich als die Überraschung des Tages. Denn die schmeckte sogar mir, Milchschokoladen-Fan, sehr gut! Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet! Denn die dunklen Sorten hatte ich bisher immer über einen Kamm geschert und als „schmeckt mir persönlich nicht“ abgestempelt. Klar, habe ich mir dann auch so eine sensationelle Tafel mit nach Hause genommen, galt es dort noch einen Milchschokoladenliebhaber zu überzeugen! Ja, und um ehrlich zu sein, hatte ich eh noch einen kleinen „Großeinkauf“ geplant, wo dann neben Schokonudeln, Kakao-Balsamicocreme und dem Krümelmonsterglas auch meine neueste Lieblingssorte unter dem hauseigenem Label „Hamburg schokt!“ nicht fehlen durfte. Das war Milchschokolade mit Rosmarin, die sich neben der Sorte „Ebbe und Flut“ mit Fleur de Sel zum Renner des Abends entpuppte und einfach herrlich zum Rotwein schmeckte.
Schokolade und Wein hat sich mittlerweile zum beliebten Geschenk-Klassiker entwickelt. Doch passt wirklich jede Sorte zum schönen roten oder weißen Tropfen? Wir stellten fest, dass sich diese Frage nicht so leicht beantworten lässt, wie erwartet und so machten wir den Test. Am besten schnitten dabei die bereits oben erwähnten Gewürzsorten ab. Ja, und meine persönliche Top-Kombi ist Vollmilch-Rosmarin mit Rotwein. Mir läuft noch immer das Wasser im Munde zusammen, wenn ich nur daran denke. Köstlich!

Im Kakao-Kontor gibt es wirklich alles was das Herz begehrt! Chili-Schokoladen unterschiedlicher Schärfegrade bis 414.000 Scoville in den Geschmacksrichtungen Vollmilch und Zartbitter gibt es hier, vor deren Kauf man sich mittels Probierhäppchen der persönlichen Schmerzensgrenze nähern kann. Zusätzlich zum hauseigenen Angebot gibt es eine Auswahl von ausgesuchten internationalen Chocolatiers

Der Schokoladenvielfalt sind keine Grenzen gesetzt…
Der Laden ist ein regelrechtes Schlaraffenland und bietet die Möglichkeit, sich durch viele interessante Angebote zuprobieren.

Schön war es beim Schokoseminar im Kakao-Kontor! Das Erlebnis für die Sinne kann ich absolut weiterempfehlen! Denn es ist wirklich erstaunlich, was man hier so alles erfahren und erschmecken kann!

Sweets for my sweet…

Samstag ging es zum leckeren Bonsche kaufen. Dafür fuhr ich extra in die Friedensallee. Hier gibt es fruchtige, würzige und lakritzige Sorten, die Klein und Groß erfreuen. Es ist also für jeden etwas dabei. Yummi! Einen kann man, wie in der berühmten Werbung, immer sofort probieren. Ja, das macht Kinder froh und Erwachsene ebenso!

Nachdem ich mir zwei Gläschen mit den köstlichsten Lutschern zusammengestellt hatte (eins zum Verschenken und eins zum Eigenverzehr), musste ich mir noch unbedingt die Schauproduktion ansehen, die um 14:30 Uhr begann.

Niedlich, die kleinen Kunden sind beinahe dahin geschmolzen, als sie ihre Nasen an der Scheibe platt drückten, um den Jungs beim Bonsche machen zu zuschauen.

1 ½ Stunden dauert die Herstellung einer Sorte und dieses Mal erfolgte die Demonstration Anhand von leckeren Himbeer-Lutschern mit Anker-Motiv.
Ich hatte mich schon immer gefragt, wie die kunstvollen Ornamente in den Bonsche kommen. Nun konnte ich mir endlich ein Bild davon machen. Der Anker wurde aus einer weißen und schwarzen Zuckermasse zusammengesetzt, bis anschließend der Himbeer-Mantel herum kam. Zum Schluss wurde alles gerollt, bis ganz dünne Stangen entstanden, von denen die herrlichen Lutscher abgehackt wurden.

     

“Davon scheint man bestimmt Muckis zu bekommen!“, hörte ich von so mancher Dame aus dem Publikum erklingen. Ja, hier wird man sicherlich die eine oder andere Kalorie verbrennen, dachte ich mir. Da bekommt man doch glatt Lust mitzumachen!

Besonders lecker empfand ich die warmen und extrem frischen Bonbons, die beim Zuschauen abfielen! Der Rest, also die sonst nicht mehr verwendbare Masse, bekam ein Holzstäbchen reingesteckt, um so noch als verführerischer Lolli den einen oder anderen Gaumen erfreuen zu können. Mmhm!

Auch wenn der Bonscheladen über einen Onlineshop verfügt, was ja für den Kunden von außerhalb sehr praktisch sein mag, kann ich jeder Naschkatze empfehlen selbst mal vorbeizuschauen. Denn für mich gehört das Geschäft zu den Top-Adressen, wo ich auf jeden Fall meinen Hamburg-Besuch hinführen würde!

Ein geselliger Weinabend in der Theke

Die Feinkostbar ist ein wirklich sehr niedlicher, rustikaler und mit viel Liebe zum Detail eingerichteter kleiner Gastronomie-Betrieb mit ansprechend präsentierter Ware im Tresen und einem traumhaft schönen Regal an der Seite mit unter anderem tollen Weinen, Schokoladen, Senf und Soßen, welche zum kleinen Einkauf für zu Hause einladen. Die Inhaber, ein sehr sympathisches deutsch-österreichisches Paar führt das jüngst im Februar eröffnete Geschäft mit viel Liebe und Herzblut.

Abends werden sehr interessante Weinabende angeboten. Dort kam ich letztens mit 16 anderen Teilnehmern in den Genuss von schmackhaften Burgunder Weinen aus Österreich und Deutschland.

Ausgewählte norddeutsche und österreichische Köstlichkeiten rundeten den kulinarischen Abend wunderbar ab und stillten perfekt den kleinen Hunger.

Nachdem wir mit einem sehr leckeren Willkommens Sekt begrüßt wurden, ging es an einen liebevoll eingedeckten Tisch, an dem wir 7 weiße und rote Weine verkosten durften. Corinna und Mark gaben uns mit viel Spaß und Leidenschaft einen spannenden Einblick in die Burgunderwelt. Dabei erhielten wir ein paar nette Informationen zu den meist kleinen Gütern, von denen die Theke ihre Weine bezieht.
Ein kleines Quiz ließ uns so manches Mal die Köpfe rauchen. Zum Glück lagen die Chancen bei den Multiple Choice Aufgaben bei 50:50! Dennoch hatte keiner von uns die 100%ige Lösung. Schnell fanden sich Teilnehmer, die sich nur einmal vertippt hatten und somit in die Endauslosung kamen. Die Gewinner durften einen Wein ihrer Wahl mit nach Hause nehmen. Na, wenn das nicht eine nette Idee ist?
Wenn ich die Qual der Wahl gehabt hätte, ich meine, wenn ich zu den Glücklichen gezählt hätte, wäre meine Wahl sicherlich zwischen dem Weißburgunder Sekt, Jahrgang 2008 oder dem dem Blanc de Noir, Jahrgang 2010 gefallen. Beide stammen aus der Pfalz und waren mir eine ganz besondere Gaumenfreude. Doch da war noch ein sehr leckerer Wein, mit einem leichten Vanille-Aroma, der mir extrem gut gefallen hat. Dieser wurde allerdings außer der Reihe von Mark an uns rumgereicht und so habe ich den Namen des köstlichen Tropfens leider vergessen. Denn er war nicht auf der an uns ausgeteilten Liste vermerkt.
Auch bei den begleitenden Schmankerln gab es sehr leckere Köstlichkeiten, von denen meine Vorschreiber bereits berichtet haben. So gab es Körbe voll Baguette, dreierlei Käse, darunter leckeren Parmesan und einen schmackhaften 24 Monate lang gereiften Vorarlberg Käse, zu dem schwarzes Gold, ein Lustenauer Senf, serviert wurde.

Ein Senf mit Suchtpotential! Zum Glück wurde aber für Nachschub gesorgt, so dass für alle genug da war. Weitere Appetithappen gab es in Form von grünen und schwarzen Oliven, einer Bärlauchcréme und selbstgemachtem Liptauer, einer österreichischen Spezialität.
Zweierlei Schinken und Salami veranlassten so manchen Teilnehmer seinen Tischnachbarn zum Vegetarier zu erklären, um genug davon sein Eigen nennen zu können.

Eine optimale Ergänzung boten Honig-Cornichons und getrocknete Tomaten. Hier sei kurz erwähnt, dass ich eigentlich keine getrockneten Tomaten mag, da ich die immer zu bitter empfinde. Aber diese schmecken sogar mir sehr gut!

Der kulinarische Abend war echt spitze, die Stimmung in der gemütlichen Runde fantastisch und unseren Gastgebern merkte man an, dass sie mit viel Herzblut und Freunde bei der Sache waren. Kurzum: Der Weinabend in der Theke ist absolut empfehlenswert! Reinschauen lohnt sich immer! So bin ich glatt am nächsten Tag wieder vorbeigekommen und habe mir ein Gläschen schwarzes Gold rausgeholt. Man gönnt sich ja sonst nichts! 😉