Sommer im Glas: Lemon Curd

Heute habe ich mir die Sonne ins Glas gezaubert und zum ersten Mal Lemon Curd gemacht. Die Premiere ist ganz gut verlaufen. Denn es geht im Prinzip ganz einfach und so eignet sich die herrliche Zitronen-Créme auch sehr gut als kleines Last-Minute Geschenk.

Lemon Curd selber machen

Lemon Curd
Zutaten (4 Gläser à 220 ml):
6 Zitronen (unbehandelt)
300 g Zucker
2 EL Speisestärke
160 g Butter
6 Eier

Zubereitung:
Als erstes wird die Schale von 6 unbehandelten Zitronen abgerieben, bevor diese ausgepresst werden. Dann wird der Zitronensaft zusammen mit 300 g Zucker und 2 EL Speisestärke in einem Topf aufgekocht und die abgeriebene Zitronenschale unter ständigem Rühren dazugegeben. Anschließend 160 g Butter in Flocken nach und nach bei mittlerer Hitze hinzufügen. Die 6 Eier, die zuvor in einer Schüssel verrührt wurden, werden wenn alles nur noch leicht köchelt (da es sonst flockt) ebenfalls unter ständigem Rühren in die Flüssigkeit gegeben, bis sie andickt. Zum Schluss muss der fertige Lemon Curd nur noch mit einem Trichter in die vorbereiteten Gläser abgefüllt werden und abkühlen.

Im Kühlschrank  hält sich der Lemon Curd ca. 2 Wochen und lässt sich klassisch als Brotaufstrich oder für Desserts wie z.B. Zitronen-Tarte verwenden.

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Sommerzeit ist Picknickzeit: Die Rotkohl-Ziegenkäse-Tarte muss immer mit!

Rotkohl war für mich bis vor einigen Jahren immer nur ein reines Wintergemüse bis ich dann die leckeren Rotkrautsalate kennen gelernt habe, die mich eines Besseren belehrten.

Die frühen Sorten des Rotkohls werden schon im Juni geerntet und so bekommt man diesen auch aktuell problemlos auf dem Wochenmarkt. Das freut mich sehr, denn so kann ich meine heißgeliebte Rotkohl-Ziegenkäse-Tarte fast das ganze Jahr über zubereiten.

Rotkohl-Ziegenkäse-Tarte

Rotkohl-Ziegenkäse-Tarte
Zutaten:
250 g Dinkelmehl
1/2 TL Salz
125 g Butter
680 g klassischen Rotkohl
3 Eier
200 g Schlagsahne
150 g Ziegenfrischkäse

Zubereitung:
250 g Dinkelmehl, 1/2 TL Salz, 125 g Butter (in Flöckchen) sowie 1 Ei in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät kneten. Dann den Teig aus der Schüssel nehmen, noch einmal mit den Händen verkneten und anschließend mindestens 30 Minuten, in Frischhaltefolie verpackt, im Kühlschrank ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C (160°C Umluft) vorheizen. Sobald der Teig genug geruht hat, wird dieser in eine gefetteten Quiche-Form oder Springform gegeben und 680 g selbst eingeweckter oder gekaufter Rotkohl aus dem Glas auf dem Boden verteilt. Anschließend 200g Schlagsahne mit 2 Eiern mixen und über den Rotkohl gießen. Zum Schluss 150 g  Ziegenfrischkäse-Flocken darüber verteilen und ca. 40 Minuten bei 180°C (160°C Umluft) backen.

Das schöne an der Rotkohl-Ziegenkäse-Tarte ist, dass sie sich immer schnell und einfach zubereiten lässt und das man sie sowohl heiß, als auch kalt genießen kann. Beides schmeckt einfach wunderbar. Daher ist sie immer als gutes Mitbringsel zum Buffet oder Picknick geeignet.

Ein Klassiker zur Erdbeerzeit: Strawberry Cheesecake

Ich liebe die Erdbeerzeit. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich könnte mich dann fast jeden Tag von den kleinen roten Köstlichkeiten ernähren. Wie schön, dass man so viel mit ihnen machen kann.

Als wir vor kurzem bei Freunden zum Spielen im sommerlichen Garten eingeladen waren, habe ich mich entschieden einen Klassiker für die Kaffeetafel mitzubringen: Strawberry Cheesecake.

Erdbeer Käsekuchen

Strawberry Cheesecake
Zutaten:
36 Vollkorn-Butterkekse
½ TL Zimt
100 g Butter oder Margarine zerlassen
750 g Frischkäse
175 g Zucker
abgeriebene Schale von einer Zitrone
1 Röhrchen Vanille-Aroma
3 Eier

 für den Guss:
250 ml Schmand
2 EL Zucker
1 Röhrchen Vanille-Aroma

für die Deko und die Soße:
500 g Erdbeeren
3 EL Zucker

Zubereitung:
Den Backofen auf 180°C (160°C Umluft) vorheizen. 36 Vollkorn-Butterkekse in eine verschließbare Plastiktüte geben und mit einem Nudelholz mehrmals drüber rollen. Die Keksbrösel mit 100 g zerlassener Butter / Margarine und ½ TL Zimt mischen. Die Springform leicht einfetten, die Keks-Butter-Masse auf dem Boden und am Rand andrücken. Anschließend für 5 Minuten in den Backofen geben. Während der Boden leicht abkühlt, 750g Frischkäse mit 175g Zucker in eine große Schüssel geben und mit dem Handrührgerät bei kleiner bis mittlerer Stufe rühren. Die abgeriebene Zitronenschale, 1 Röhrchen Vanille-Aroma und ein Ei nach dem anderen unterschlagen, bis der Teig gut vermischt und glatt ist. Die Füllung in die leicht abgekühlte Form geben und für 45 – 50 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis der Kuchen aufgegangen, der Rand fest, die Mitte hellgoldfarben und noch fluffig ist. Dann den Backofen ausschalten und den Kuchen bei geschlossener Tür noch 1 Stunde ruhen lassen, damit die Oberfläche nicht aufspringt. Sobald der Kuchen aus dem Backofen genommen worden ist, wird der Ofen auf 220°C (200°C Umluft) hoch geschaltet. In der Zwischenzeit 250 ml Schmand mit 2 EL Zucker und 1 Röhrchen Vanille-Aroma für den Guss mixen. Anschließend die Masse vorsichtig auf die Kuchenoberfläche gießen und gleichmäßig verteilen, ehe das Backwerk für weitere 5 Minuten in den Ofen gegeben wird. Zum Schluss den abgekühlten Kuchen über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen und am nächsten Morgen mit frischen halbierten Erdbeeren am Rand entlang belegen. Die restlichen geputzten Erdbeeren klein schneiden, zusammen mit 3 EL Zucker in einem Mixer pürieren und als Soße zum fertigen Strawberry Cheesecake servieren.

Erdbeer Käsekuchenstück

Ein absoluter Dauerbrenner: Mandelhörnchen

Ich weiß nicht genau, wieviele Mandelhörnchen ich schon in meinem Leben gebacken habe. Ich weiß nur, dass es wirklich sehr viele gewesen sein müssen, seitdem ich sie das erste Mal vor fast 6 Jahren ausprobiert habe. Seitdem muss ich dieses herrliche Kleingebäck überall mit hin nehmen, wenn ich zum Kaffee bzw. Tee eingeladen werde. Ja, die Anwesenheit dieses Klassikers wird oft sogar ausdrücklich erwünscht, genauso wie das wirklich simple Rezept, welches sich hinter dem Hüftgold verbirgt.
Daher, liebe mitlesende Freunde, hier ist es endlich zum Nachbacken und Genießen! 🙂

Mandelhörnchen

Mandelhörnchen
Zutaten (ca. 11 – 12 Stück):
400 g Marzipan-Rohmasse
200 g Puderzucker
1/2 Röhrchen Bittermandelöl
2 Eiweiß
2 Pck. gehobelte Mandeln
1 Becher Kakao-Kuchenglasur

Zubereitung:
400 g Marzipan-Rohmasse bei 800 Watt für ca. 1 Minute (der besseren Knetbarkeit halber) in der Mikrowelle erwärmen und anschließend zusammen mit 200 g Puderzucker in eine Rührschüssel geben. Ein 1/2 Röhrchen Bittermandelöl hinzufügen, 2 Eiweiß steif schlagen, unter die Masse heben und alles miteinander verkneten. 2 Päckchen gehobelte Mandeln in einen Suppenteller geben, die Mandelhörnchen-Masse mit einem Esslöffel abnehmen und mit der Hand formen. Hierbei ziehe ich mir am liebsten ungepuderte Gummihandschuhe an. Das erleichtert die Arbeit erheblich. Wenn ich die Masse zu einer kleinen Rolle in meiner Hand geformt habe, wälze ich diese in den Mandeln. Die Ränder des Suppentellers geben mir für die Länge der Hörnchen ein sehr gutes Maß vor. Wenn ich nämlich an den Teller-Rand stoße ist es Zeit ein „U“ zu formen und das Hörnchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech zu legen. Die Mandelhörnchen werden für ca. 13 Minuten auf der mittleren Schiene bei 180°C (160°C Umluft) gebacken. Sobald sie nach ca. 30 Minuten abgekühlt sind, werden ihre Enden jeweils in die Kakao-Kuchenglasur getaucht. Fertig ist der Klassiker!

Die Mandelhörnchen halten sich gut eingetuppert länger frisch und sind somit immer ein besonders leckerer Snack für Zwischendurch zum Tee oder Kaffee.

Einen Hanseaten in Ehren kann niemand verwehren…

Wenn mein Opi früher zum Kaffee-Besuch kam, brachte er mir immer herrliche Hanseaten vom Bäcker mit. Das ist lange her und mein Opi kommt leider nicht mehr vorbei. Für einen knusprig, süßen Hanseaten bin ich aber immer noch zu haben. Mittlerweile backe ich mir diese selbst, wenn ich mal wieder Heißhunger auf dieses leckere Gebäck habe. Als Füllung verwende ich am liebsten selbstgemachte Erdbeer-Marmelade. Denn die habe ich stets im Vorratsschrank.

gefüllte HanseatenHanseaten
Zutaten (ca. 20 Stück):
300 g Mehl
1 Prise Salz
200 g weiche Butter
100 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Ei
3 TL Bio-Orangen-Abrieb
1 Msp. gemahlener Anis
2 EL klassische Erdbeer-Marmelade
250 g Puderzucker
Zitronensaft
etwas Wasser
1 Zahnstocherspitze rote Lebensmittelfarbe

Werkzeug:
1 kleine runde Ausstechform

Zubereitung:
300 g Mehl, 1 Prise Salz, 200 g weiche Butter, 100 g Zucker, 1 Pck. Vanillezucker, 1 Ei, 3 TL Bio-Orangen-Abrieb und 1 Messerspitze gemahlenen Anis zum Mürbeteig verkneten und für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Anschließend den Teig ausrollen, Kekse mit einer kleinen runden Form ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die Plätzchen im vorgeheizten Backofen bei 200°C (180°C Umluft) auf der untersten Schiene für ca. 13 Minuten backen. Die Erdbeer-Marmelade für 1 Minute bei höchster Stufe in der Mikrowelle erhitzen, noch warm auf die Hälfte der Kekse streichen, mit den unbestrichenen Keksen zusammensetzen und Auskühlen lassen. Den Puderzucker mit ein paar Spritzern Zitronensaft und etwas Wasser zu einer nicht allzu flüssigen, noch gut streichbaren Konsistenz anrühren. Mit dem Zuckerguss jeden Keks auf der gewünschten Oberfläche zur Hälfte anmalen. Ist die weiße Fläche angetrocknet, wird der verbliebenen weißen Zuckerpaste eine Zahnstocherspitze rote Lebensmittelfarbe zugefügt und damit die andere Oberflächen-Hälfte bestrichen.

Natürlich kann man die Hanseaten auch mit industriell hergestellter Erdbeer-Marmelade befüllen. Aber mit selbsteingekochter Marmelade schmecken sie einfach am besten.

Kleine Schoko-Chai Gugel

Na, habt Ihr Weihnachten gut überstanden und könnt laaaaaaaaaaaaangsam wieder ans Kuchen backen denken? Dann habe ich hier ein kleines Rezept, mit dem Ihr Euch die weitere Winterzeit versüßen könnt, wenn der Körper Entzugserscheinungen von all dem über die  Feiertage angefutterten Hüftgold bekommt. Die kleinen Gugel schmecken durch den (von mir verwendeten) Chai ein wenig nach Lebkuchen und haben teilweise eine leicht scharfe Note im Abgang.

Chai-Schoko Mini-GugelKleine Schoko-Chai Gugel
Zutaten (ca. 48 Stk.):
125 g Butter
1 Pck. Vanille-Zucker
1 Prise Salz
75 g Zucker
2 Eier (Größe M)
175 g Mehl
1/2 Pck. Backpulver
50 g gemahlene Mandeln
30 g Kakao
4 gehäufte TL Chai (hier habe ich „Space Cookie“ von samova verwendet)
5 EL Milch
200 g weiße Schokoladen-Kuvertüre
goldene Zuckerperlen

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C (Umluft 180°C) vorheizen. 125 g Butter mit 75 g Zucker, 1 Pck. Vanille-Zucker, einer Prise Salz und 2 Eiern schaumig rühren. 175 g Mehl, 1/2 Pck. Backpulver, 50 g gemahlene Mandeln, 30 g Kakao sowie 4 gehäufte TL Chai mischen und unter den Teig mixen. Zum Schluss 5 EL Milch unterrühren bis der Teig geschmeidig glatt ist. Die Mini-Gugelhupf-Form einfetten, mit Mehl bestäuben und mit Teig befüllen. Im vorgeheizten Backofen die kleinen Schoko-Chai Gugel ca. 10 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Ist die Stächen-Probe positiv, solltest Du die Mini-Küchlein aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und stürzen. Abschließend die weiße Schokoladen-Kuvertüre in einem Wasserbad schmelzen, die Gugelhupfe mit der Oberseite hinein tauchen, kurz antrocknen lassen und mit goldenen Zuckerperlen verzieren.

Die kleinen Schoko-Chai Gugel lassen sich sehr gut in einem größeren Weck-Glas aufbewahren. So bleiben sie saftig und halten länger frisch.