Sommer im Glas: Lemon Curd

Heute habe ich mir die Sonne ins Glas gezaubert und zum ersten Mal Lemon Curd gemacht. Die Premiere ist ganz gut verlaufen. Denn es geht im Prinzip ganz einfach und so eignet sich die herrliche Zitronen-Créme auch sehr gut als kleines Last-Minute Geschenk.

Lemon Curd selber machen

Lemon Curd
Zutaten (4 Gläser à 220 ml):
6 Zitronen (unbehandelt)
300 g Zucker
2 EL Speisestärke
160 g Butter
6 Eier

Zubereitung:
Als erstes wird die Schale von 6 unbehandelten Zitronen abgerieben, bevor diese ausgepresst werden. Dann wird der Zitronensaft zusammen mit 300 g Zucker und 2 EL Speisestärke in einem Topf aufgekocht und die abgeriebene Zitronenschale unter ständigem Rühren dazugegeben. Anschließend 160 g Butter in Flocken nach und nach bei mittlerer Hitze hinzufügen. Die 6 Eier, die zuvor in einer Schüssel verrührt wurden, werden wenn alles nur noch leicht köchelt (da es sonst flockt) ebenfalls unter ständigem Rühren in die Flüssigkeit gegeben, bis sie andickt. Zum Schluss muss der fertige Lemon Curd nur noch mit einem Trichter in die vorbereiteten Gläser abgefüllt werden und abkühlen.

Im Kühlschrank  hält sich der Lemon Curd ca. 2 Wochen und lässt sich klassisch als Brotaufstrich oder für Desserts wie z.B. Zitronen-Tarte verwenden.

Pop, Pop, Popcorn

Heute habe ich es nach langer Zeit endlich wieder geschafft etwas für meinen Blog zu machen und es fühlt sich so gut an!🙂

Aus beruflichen Gründen, wo ich übrigens auch als leidenschaftlicher Foodie unterwegs bin, war es hier wieder extrem ruhig. Dabei hat es mir schon so lange in den Fingern gekribbelt. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich zu gerne häufiger als Schlemmerliese in der Küche stehen und herum experimentieren, doch das ist aktuell nicht wirklich möglich.
In solchen Fällen kommen mir gewisse „Deadlines“ sehr gelegen, wie zum Beispiel zum von mir heißgeliebten Food Swap, der diesen Abend erneut von Swantje und Yelda im hamburger Salon Wechsel Dich veranstaltet wurde.

Hamburger Food Swap im Salon Wechsel Dich

Einfach und schnell musste es für mich sein und so stand nach einem kurzen Blick in meinem Vorratsschrank fest, dass ich zweierlei Popcorn (mit Garam Marsala & Meersalz sowie mit Matcha, Goji-Beeren und Vanille) zubereiten werde. Die Zutaten hatte ich alle zu Hause und konnte sofort loslegen.

Popcorn mit Garam Marsala & Meersalz
Salziges Popcorn mit Garam Marsala
Zutaten:
4 EL Sonnenblumenöl
50 g Popcorn-Mais
1 tsp. (5 ml) Garam Marsala
1 TL Meersalz

Zubereitung:
4 EL Sonnenblumenöl in einem Topf erhitzen, 50 g Popcorn-Maiskörner dazu geben, Deckel schließen und bei mittlerer Hitze aufpoppen lassen. Sobald alles aufgegangen ist, das Popcorn in eine große Dose geben, 1 tsp. Garam Marsala und 1 TL  Meersalz hinzufügen. Die Dose mit einem Deckel schließen und die Zutaten kräftig durchschütteln, bis sich alles gleichmäßig miteinander vermischt hat.

Super Freestyle Popcorn-Mix mit Matcha & Goji-Beeren
Super Freestyle Popcorn-Mix mit Matcha & Goji-Beeren
Zutaten:
4 EL Sonnenblumenöl
50 g Popcorn-Mais
1 tsp. (5 ml) Matcha
1 TL Puderzucker
3 EL Goji-Beeren
1/2 Vanille-Schote

Zubereitung:
4 EL Sonnenblumenöl im Topf erhitzen, 50 g Popcorn-Mais hinzufügen, Deckel drauf legen und den Mais bei mittlerer Hitze aufpoppen lassen. Das fertige Popcorn vom Herd nehmen, in eine große Dose umschütten, 1 tsp. Matcha, 1 TL Puderzucker, das Mark einer halben Vanille-Schote und 3 EL Goji-Beeren hinzugeben, Deckel schließen und alles zusammen ordentlich durchschütteln, bis es sich gut miteinander vermischt hat.

Das Popcorn hält sich ein paar Tage, ist also nicht nur ein idealer Snack zum Direktverzehr beim Puschenkino, sondern eignet sich auch wunderbar als Mitbringsel für Freunde oder als Beilage zu herzhaften Gerichten und Desserts.

Jam-Session in meiner Küche: Kokos-Melba-Marmelade

Wenn der Sommer sich dem Herbst nähert und der Wind durch die Bäume fegt, dann wird es abends wieder kälter. Zu kalt für die rockigen Himbeeren, die erst im nächsten Sommer wieder ihre Deutschland-Tournee starten.
Also bin ich gestern früh los zum Isemarkt gehuscht und habe ein paar Himbeeren gekauft, die laut Obsthändler in der Tat wohl schon zum letzten Schwung gehörten. Ich wollte den Sommer noch ein wenig festhalten und veranstaltete eine kleine Jam-Session in meiner Küche. Denn Kokos-Melba ist meine unangefochtene Lieblingsmarmelade und die esse ich auch im Winter gerne.

Kokos-Melba-Konfitüre
Kokos-Melba-Marmelade
Zutaten:
500 g Himbeeren
500 g Pfirsiche
5 EL Kokosflocken
6 EL Kokoslikör
500 g Gelierzucker (2:1)

Zubereitung:
500 g Pfirsiche mit kochendem Wasser in einer kleinen Schüssel überbrühen und 10 Minuten darin ziehen lassen. In der Zwischenzeit 500 g Himbeeren verlesen und anschließend mit den gehäuteten und in kleine Stücke geschnittenen Pfirsichen sowie den 5 EL Kokosflocken und den 6 EL Kokoslikör sowie den 500 g Gelierzucker vermengen. Die Fruchtmischung soll dann ca. 2 Stunden ruhen. Zum Schluss wird alles zusammen bei mittlerer Hitze ca. 4 Minuten gekocht und bei gelungener Gelierprobe in die vorbereiteten Gläser gefüllt.

Die Marmelade ist ca. 1 Jahr haltbar und schmeckt auch bis zur nächsten Himbeer-Zeit herrlich. Ein wahrer Evergreen!🙂

Der Stadtkutter hat angelegt!

Heute muss ich Euch unbedingt mal Off-Topic einen kleinen Hamburg-Tipp geben. Denn der Stadtkutter hat für 3 Wochen in der Grindelallee 117 als Popup-Store angelegt und schon sehr nette Bord-Partys veranstaltet. So wurde dort zum Beispiel after Work bei netter Musik geshoppt, einer Lesung zugehört und Schmuck gebastelt. Morgen (14.08.2014 ab 19:00 Uhr) ist auch schon das nächste Event. Denn es findet ein DIY-Abend mit Yelp statt.

Foto: facebook.com/stadtkutter

Foto: facebook.com/stadtkutter

Open Deck wartet also, wie Ihr an dieser Stelle schon vermuten könnt, eine Fracht, die das DIY-Markt liebende Landratten-Herz begehrt.

StadtkutterDenn Kapitän Jo von der elbbote hat mit ihrer Crew dem Marmeladenmädchen, Harry Hirschs Einkochkunst, Tea Club, Café Glück, Flaschenfieber, Jacky Matus-Design, Kleiderfee, Wolkenfabrik, kila-photography und Masbelleza ganz zauberhafte Leckereien, Schmuck, Deko-Accessoires und Geschenkideen mitgebracht.

Der Stadtkutter hat noch bis Samstag, den 16. August 2014, in der Grindelallee 117 angelegt und täglich von 12 – 19 Uhr geöffnet.
Also ab an Bord und viel Spaß beim Entdecken der kleinen Schätze!

Dieser Beitrag entstand als Support für den Stadtkutter.

Sommerzeit ist Picknickzeit: Die Rotkohl-Ziegenkäse-Tarte muss immer mit!

Rotkohl war für mich bis vor einigen Jahren immer nur ein reines Wintergemüse bis ich dann die leckeren Rotkrautsalate kennen gelernt habe, die mich eines Besseren belehrten.

Die frühen Sorten des Rotkohls werden schon im Juni geerntet und so bekommt man diesen auch aktuell problemlos auf dem Wochenmarkt. Das freut mich sehr, denn so kann ich meine heißgeliebte Rotkohl-Ziegenkäse-Tarte fast das ganze Jahr über zubereiten.

Rotkohl-Ziegenkäse-Tarte

Rotkohl-Ziegenkäse-Tarte
Zutaten:
250 g Dinkelmehl
1/2 TL Salz
125 g Butter
680 g klassischen Rotkohl
3 Eier
200 g Schlagsahne
150 g Ziegenfrischkäse

Zubereitung:
250 g Dinkelmehl, 1/2 TL Salz, 125 g Butter (in Flöckchen) sowie 1 Ei in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät kneten. Dann den Teig aus der Schüssel nehmen, noch einmal mit den Händen verkneten und anschließend mindestens 30 Minuten, in Frischhaltefolie verpackt, im Kühlschrank ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C (160°C Umluft) vorheizen. Sobald der Teig genug geruht hat, wird dieser in eine gefetteten Quiche-Form oder Springform gegeben und 680 g selbst eingeweckter oder gekaufter Rotkohl aus dem Glas auf dem Boden verteilt. Anschließend 200g Schlagsahne mit 2 Eiern mixen und über den Rotkohl gießen. Zum Schluss 150 g  Ziegenfrischkäse-Flocken darüber verteilen und ca. 40 Minuten bei 180°C (160°C Umluft) backen.

Das schöne an der Rotkohl-Ziegenkäse-Tarte ist, dass sie sich immer schnell und einfach zubereiten lässt und das man sie sowohl heiß, als auch kalt genießen kann. Beides schmeckt einfach wunderbar. Daher ist sie immer als gutes Mitbringsel zum Buffet oder Picknick geeignet.

Süßer Senf küsst Maracuja und Ingwer

Heute gehe ich zum zweiten Hamburger Food Swap, einer Veranstaltung, wo man untereinander allerlei selbstgemachte Köstlichkeiten tauscht. Ich bin schon sehr gespannt,  was es wohl dort heute zu entdecken gibt. Denn die Premiere hatte mich beim letzten Mal schon sehr begeistert.

Foodswap

Wir hatten uns beim letzten Mal an einer langen, liebevoll eingedeckten Tafel durch die gesamten Mitbringsel geschlemmt und konnten am Ende vier unserer persönlichen Favoriten mit nach Hause nehmen. Und, da waren wirklich tolle Sachen dabei. So hatte ich am Ende mein Spicy Mango Chutney, welches ich im übrigen bei Gelegenheit noch einmal in Ruhe verbloggen muss, gegen eine köstliche Harissa Créme, einen großartigen Ketchup, ein zauberhaftes Hähnchen Rillettes und sündhaft leckere Marshmallows eingetauscht.

Heute werde ich einen selbstgemachten Senf mitbringen. Auch die Herstellung war für mich eine absolute Premiere und so bin ich froh, dass er nun endlich durchgezogen und verzehrfertig ist. Denn frisch angsetzter Senf muss immer mindesten 3 Wochen „reifen“, um seine für unsere Gaumen ungewohnte Schärfe zu verlieren.

Maracuja Ingwer Senf

Nun muss ich aber noch kurz meinen Senf zu diesem Foto abgeben, bevor ich Euch mein Rezept preis gebe: Eine Wurst zu fotographieren ist wirklich nicht sexy und so kommt das Bild auch in meine persönliche „Hall of bad food photography“… – Beim nächsten Mal wird hoffentlich wieder alles besser.😉

Maracuja Ingwer Senf
(ergibt 6 Gläser ca. 200ml)
Zutaten:
3 reife Maracuja
1 kleines Stück frischer Ingwer
1 Knoblauchzehe
3 EL Honig
90g gelbe Senfsaat
600 g Senfmehl (hell)
600 g Rohrohrzucker
500 ml Wasser
75 ml Zitronensaft
2 TL Salz
1 kleine Zwiebel

Zubereitung:
Zuerst werden 600 g Senfmehl und 90 g Senfsaat mit 600g Rohrohrzucker gemischt und zur Seite gestellt. Die Zwiebel würfeln, den Ingwer und eine Knoblauchzehe klein hacken. Alles zusammen mit dem ausgekratzten Maracuja-Mark, 75 ml Zitronensaft, 2 TL Salz und 500 ml Wasser kurz aufkochen und dann bei geringer Hitze 5 – 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend den durchgezogenen Sud, durch ein Sieb, in eine große Schüssel abgießen und 3 EL Honig unterrühren. Sobald die Flüssigkeit weiter abgekühlt ist wird die Senfmehl-Zuckermischung langsam, unter ständigem Rühren, hinzugefügt. Ist die Masse zu dick, um durch einen Trichter in Gläser abgefüllt zu werden, gebe ich zum Verdünnen beim Rühren noch einmal einen ordentlichen Schuss heißes Wasser dazu.

Den noch recht flüssigen Maracuja Ingwer Senf in 3 saubere Gläser (200 ml) abfüllen und ca. 3 – 4 Wochen „reifen“ lassen, damit er sein finales Aroma entwickeln kann.

Ein Klassiker zur Erdbeerzeit: Strawberry Cheesecake

Ich liebe die Erdbeerzeit. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich könnte mich dann fast jeden Tag von den kleinen roten Köstlichkeiten ernähren. Wie schön, dass man so viel mit ihnen machen kann.

Als wir vor kurzem bei Freunden zum Spielen im sommerlichen Garten eingeladen waren, habe ich mich entschieden einen Klassiker für die Kaffeetafel mitzubringen: Strawberry Cheesecake.

Erdbeer Käsekuchen

Strawberry Cheesecake
Zutaten:
36 Vollkorn-Butterkekse
½ TL Zimt
100 g Butter oder Margarine zerlassen
750 g Frischkäse
175 g Zucker
abgeriebene Schale von einer Zitrone
1 Röhrchen Vanille-Aroma
3 Eier

 für den Guss:
250 ml Schmand
2 EL Zucker
1 Röhrchen Vanille-Aroma

für die Deko und die Soße:
500 g Erdbeeren
3 EL Zucker

Zubereitung:
Den Backofen auf 180°C (160°C Umluft) vorheizen. 36 Vollkorn-Butterkekse in eine verschließbare Plastiktüte geben und mit einem Nudelholz mehrmals drüber rollen. Die Keksbrösel mit 100 g zerlassener Butter / Margarine und ½ TL Zimt mischen. Die Springform leicht einfetten, die Keks-Butter-Masse auf dem Boden und am Rand andrücken. Anschließend für 5 Minuten in den Backofen geben. Während der Boden leicht abkühlt, 750g Frischkäse mit 175g Zucker in eine große Schüssel geben und mit dem Handrührgerät bei kleiner bis mittlerer Stufe rühren. Die abgeriebene Zitronenschale, 1 Röhrchen Vanille-Aroma und ein Ei nach dem anderen unterschlagen, bis der Teig gut vermischt und glatt ist. Die Füllung in die leicht abgekühlte Form geben und für 45 – 50 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis der Kuchen aufgegangen, der Rand fest, die Mitte hellgoldfarben und noch fluffig ist. Dann den Backofen ausschalten und den Kuchen bei geschlossener Tür noch 1 Stunde ruhen lassen, damit die Oberfläche nicht aufspringt. Sobald der Kuchen aus dem Backofen genommen worden ist, wird der Ofen auf 220°C (200°C Umluft) hoch geschaltet. In der Zwischenzeit 250 ml Schmand mit 2 EL Zucker und 1 Röhrchen Vanille-Aroma für den Guss mixen. Anschließend die Masse vorsichtig auf die Kuchenoberfläche gießen und gleichmäßig verteilen, ehe das Backwerk für weitere 5 Minuten in den Ofen gegeben wird. Zum Schluss den abgekühlten Kuchen über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen und am nächsten Morgen mit frischen halbierten Erdbeeren am Rand entlang belegen. Die restlichen geputzten Erdbeeren klein schneiden, zusammen mit 3 EL Zucker in einem Mixer pürieren und als Soße zum fertigen Strawberry Cheesecake servieren.

Erdbeer Käsekuchenstück